Für pragmatische Neuregelung der verkaufsoffenen Sonntage

Stadt Frankfurt und hessische IHKs fordern Entkoppelung von Großveranstaltungen und eigene Stadtteil-Sonntage

(PresseBox) ( Frankfurt, )
Die Stadt Frankfurt und die hessischen IHKs haben sich für eine pragmatische Neuregelung der verkaufsoffenen Sonntage ausgesprochen. Anlässlich der Anhörung zur Änderung des Hessischen Ladenöffnungsgesetzes im Hessischen Landtag am 16. April 2015, forderten der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs, Matthias Gräßle, und Frankfurts Wirtschaftsdezernent Stadtrat Markus Frank, dass die Kommunen in Abstimmung mit dem Einzelhandel frei entscheiden dürfen, zu welchen Terminen sie von der Sonntagsöffnung Gebrauch machen. Die bisher gesetzlich vorgeschriebene Verbindung mit einer Großveranstaltung in der Stadt lehnen die Stadt und die IHKs ab.

Die Stadtteile sollten außerdem an einem Termin die Möglichkeit zur Sonntagsöffnung unabhängig von der Innenstadt erhalten, forderten Gräßle und Frank. "Wenn die ganze Stadt am Sonntag öffnet, haben davon die Geschäfte in den Stadtteilen keinen Nutzen, weil die Innenstadt die höhere Anziehungskraft hat", sagte Gräßle bei einem Pressegespräch. Die öffentliche Debatte um die Sonntagsöffnung sei paradox. "Niemand will die Zahl der Sonntagsöffnungen erhöhen. Vier Mal im Jahr reicht. Aber es sollten auch alle Händler davon einen Nutzen haben. Der Onlinehandel, der 24 Stunden an jedem Tag im Jahr - auch an allen Sonn- und Feiertagen - für den Kunden erreichbar ist, fährt heute auf der Überholspur, während der stationäre Einzelhandel ausgebremst wird", so Gräßle weiter.

Wenn der stationäre Einzelhandel gestärkt werde, diene dies der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Attraktivität der Innenstädte und Stadtteilzentren.

"Ein lebendiger Wirtschaftsstandort profitiert von diesen ausgewählten Einkaufstagen, bei denen der Einzelhandel seine Beratungs- und Servicekompetenzen zeigen kann. Die Erfahrung - gerade auch in den Stadtteilen - hat gezeigt, dass der Wert dieser Tage nicht allein am Umsatz festzumachen ist, sondern der eigentliche Gewinn im Imagezuwachs für Gewerbetreibende, Handwerk und Vereine liegt. Und die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger genießen ein besonderes Einkaufserlebnis, alles zusammen: ein Gewinn für die Entwicklung der Stadt", sagte Stadtrat Frank.

Gräßle und Frank appellierten an die Landesregierung, den Wert belebter und attraktiver Innenstädte sowie der Stadtteile, die im Wesentlichen vom Einzelhandel geprägt sind, zu ihrem Thema zu machen. Die Anpassung des hessischen Ladenöffnungsgesetzes sei hierfür ein wichtiger Schritt.

Wichtig sei aber auch, dass die Festlegung der verkaufsoffenen Sonntage ohne bürokratischen Aufwand und umfangreiche Anhörungsverfahren zwischen Einzelhandel und Kommunen festgelegt werden können, sagte Stadtrat Frank.
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