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Eckzeiten des Nachtflugverbots aufrechterhalten - Bilanz nach fünf Jahren IHK-Vollversammlung

(PresseBox) (Frankfurt, ) Die Aufrechterhaltung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen mit den jetzigen Eckzeiten hat Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, von CDU und Grünen in Hessen für den Koalitionsvertrag gefordert. "Der Flughafen ist eine der sensibelsten Stellschrauben für eine erfolgreich arbeitende Wirtschaft in Hessen. Das Nachtflugverbot darf nicht ausgeweitet werden", sagte Prof. Dr. Müller in der IHK-Vollversammlung am Donnerstag. "Jede Diskussion über eine eventuell erschwerte Erreichbarkeit von Frankfurt wäre Gift für die tragende Rolle unserer Region im internationalen Wirtschaftskreislauf. Dem steht aber nicht entgegen, dass man sich bei mehreren zur Verfügung stehenden Start- und Landebahnen gemeinsam mit der Flugsicherung Gedanken darüber machen darf, welche Bahn zu welcher Zeit genutzt wird."

Zum Inhalt des Koalitionsvertrags von Union und SPD im Bund sagte Prof. Dr. Müller, die Vorhaben im Sozialbereich machten es der Wirtschaft schwerer als nötig. "Der Vorsprung, den Deutschland nicht nur durch die Agenda 2010 erreicht hat, wird durch neue Kostenprogramme verringert. Anreize für Investitionen bleiben aus, dem demografischen Wandel passen sich die Sozialsysteme nur unzureichend an."

Das Koalitionsprogramm für den Bund gehe davon aus, dass die Konjunktur über die gesamte Legislaturperiode ohne Stottern auf Hochtouren läuft. Konjunkturelle Dellen seien aber die Regel. In dem Moment, in dem die Konjunktur langsamer werde und die Staatseinnahmen unter das geplante Niveau sinken, drohe in Berlin dann doch die Steuerschraube angezogen zu werden, befürchtete der IHK-Präsident.

Im Rückblick auf die zu Ende gehende fünfjährige Arbeitsperiode der IHK-Vollversammlung skizzierte Prof. Dr. Müller die Entwicklungsfortschritte in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. "Vieles funktioniert in FrankfurtRheinMain so, wie man sich das in einer der attraktivsten Metropolregionen vorstellen möchte!" Zu den Fortschritten zählte er unter anderem die Verabschiedung des neuen Gesetzes zur Metropolregion im Jahr 2011, das die Mitwirkung der Wirtschaft in der Regionalpolitik ermöglicht, und die Neuausrichtung der FrankfurtRheinMain International Marketing of the Region GmbH.

Für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses habe die IHK Frankfurt in den vergangenen Jahren gute Instrumente entwickelt. "Aber Entwarnung kann noch nicht gegeben werden." Als einen Schwerpunkt der weiteren Bemühungen habe die IHK die Verbesserung der Berufsorientierung in Schulen sowie die Werbung für die duale Ausbildung ausgemacht. Letzteres erscheine umso vordringlicher, da die Zahlen der Studienanfänger zuletzt stark gestiegen sind und dies zu Lasten der beruflichen Bildung geht.

Als ein wichtiges Anliegen der IHK-Arbeit bezeichnete der IHK-Präsident die verbesserte Positionierung der Industrie in der Öffentlichkeit. "Die Industrie nimmt heute bei der IHK wieder den Platz ein, der ihr gebührt." Dazu hätten der wieder eingeführte Frankfurter Industrieabend und die "Lange Nacht der Industrie" beigetragen. "Der permanente Fingerzeig der IHK auf die Industrie hat dazu geführt, dass die Stadt Frankfurt jetzt einen Masterplan Industrie entwickelt." Dessen Ziel sei es, die Belange von Industrieunternehmen in die Stadtplanung zu integrieren, mögliche Nutzungskonflikte frühzeitig zu erkennen und Wege zum Interessenausgleich aufzuzeigen.

Die globale Wertschöpfung hob Prof. Dr. Müller als wesentlichen Teil des Erfolgs vieler Mitgliedsunternehmen hervor. Die Unternehmen im IHK-Bezirk erzielten durchschnittlich die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland. "In den letzten fünf Jahren hat der Außenhandel noch einmal deutlich zugenommen. Frankfurt wird immer exportstärker, und zugleich ist unsere IHK immer internationaler geworden." Die IHK Frankfurt habe daher die Expansion der Unternehmen auf den Auslandsmärkten zu einem Arbeitsschwerpunkt gemacht. "Jedes Jahr führen wir rund ein Dutzend Außenwirtschaftstage für verschiedene Länder durch. Frankfurt ist dadurch ein Begriff auf dem internationalen Parkett geworden."

Der IHK-Präsident dankte den Mitgliedern der Vollversammlung für ihre Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. "Engagement für den Standort FrankfurtRheinMain ist die einfachste Zusammenfassung für die zahlreichen Initiativen und Projekte, die diese IHK erfolgreich unternommen hat."

Vom 22. Januar bis 18. Februar wählen die Unternehmen im IHK-Bezirk in einer Briefwahl die Mitglieder der nächsten Vollversammlung. Insgesamt stellen sich 147 Unternehmerinnen und Unternehmer für die 89 Sitze der Vollversammlung zur Wahl. Die neue Vollversammlung tritt erstmals am 10. April 2014 zusammen.

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