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Pressemitteilung BoxID: 230145 (Industrie- und Handelskammer Erfurt)
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Wirtschaftswachstum schwächt sich deutlich ab

IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zum heute veröffentlichten Bruttoinlandsprodukt für Deutschland

(PresseBox) (Erfurt , ) Die Wirtschaftskrise hat das Wachstum in Deutschland 2008 gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm um 1,3 Prozent zu - das ist eine Halbierung gegenüber dem Vorjahr (2,5 Prozent). Die dennoch positive Entwicklung ist vor allem dem starken Jahresbeginn zu verdanken.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt geht für Thüringen von einem Wachstum von 1,0 Prozent im Jahr 2008 aus (2007: 2,0 Prozent). Damit läge die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im Freistaat nur geringfügig unter dem Durchschnittswert des Bundes.

"Die konjunkturelle Abkühlung hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres auch die Thüringer Wirtschaft erreicht", erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. So sei allein im Oktober der Inlandsumsatz der Thüringer Fahrzeugbranche um 37,2 Prozent und der Auslandsumsatz sogar um 51,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. "Verluste in der umsatzstärksten Branche im Freistaat schlagen natürlich unmittelbar negativ auf die Gesamtentwicklung durch", gibt der IHK-Chef zu bedenken. Immerhin hätte der gute Konjunkturverlauf der ersten drei Quartale noch für ein positives Jahresergebnis gesorgt, welches nach ersten Schätzungen der Kammer bei 1,0 Prozent BIP-Wachstum liegen dürfte. Der geringe Rückstand gegenüber dem bundesdeutschen Durchschnitt wäre aber angesichts der bevorstehenden Durststrecke weniger dramatisch, da Thüringen mit dem Ausbau innovativer Technologien in der Solar- und Umweltbranche für die Zukunft gut aufgestellt sei.

"Das am vergangenen Montag beschlossene Konjunkturpaket II der Bundesregierung kann den momentanen freien Fall der Wirtschaft zwar etwas abfedern, die Möglichkeiten zur Stabilisierung von Konjunktur und Beschäftigung wurden jedoch nicht hinreichend genug ausgeschöpft", stellt der Hauptgeschäftsführer fest. Es sei vernünftig, dass der Staat mit mehr Investitionen und mehr Netto gegen die Rezession vorgehe. Allerdings wäre wieder einmal eine Chance vertan, mit wenigen klaren und einfachen Maßnahmen ein deutliches Zeichen zu setzen und sofortige Impulse auszulösen.