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Pressemitteilung BoxID: 228587 (Industrie- und Handelskammer Erfurt)
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Wieder mehr Arbeitslose

IHK fordert Abbau von Beschäftigungshindernissen

(PresseBox) (Erfurt, ) Der Job-Boom scheint beendet. Die positive Grundtendenz der letzten Monate setzt sich nicht weiter fort. 125.076 Arbeitslose - 6.733 mehr als im November - verzeichnete die Agentur für Arbeit im Dezember für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (11,8 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit aber um 17.550 gesunken.

"Der Konjunkturabschwung hat sich auf dem Arbeitsmarkt noch nicht so dramatisch ausgewirkt", erklärt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser. Die vorliegenden Daten bildeten allerdings die reale Wirtschaftslage nur begrenzt ab. "Immer mehr Unternehmen versuchen der momentanen Auftragsflaute vorerst mit Kurzarbeit und dem Abbau von Zeitarbeitsplätzen zu begegnen", so Grusser. Entlassungen von Personal würden bislang nur wenige in Betracht ziehen. Wenn sich aber in den nächsten Wochen keine Besserung einstellt, drohe in vielen Branchen ein Arbeitsplatzabbau.

"In dieser Situation ist es wichtig, gravierende Beschäftigungshindernisse zu beseitigen", fordert der IHK-Hauptgeschäftsführer. Dazu zähle nicht zuletzt die finanzielle Entlastung des Faktors Arbeit. Zur Verringerung der Arbeitskosten müssten die Beiträge der sozialen Sicherung endlich vom Einkommen abgekoppelt werden. Steigende Krankenkassenbeiträge im Zuge der Einführung des Gesundheitsfonds seien in jedem Fall das falsche Signal. Die IHK plädiere zudem dafür, das Potenzial zur Senkung der Rentenversicherungsbeiträge jetzt voll zu nutzen. "In der Rentenversicherung besteht aktuell Spielraum für eine Beitragssenkung von 19,9 auf 19,6 Prozent", begründet Grusser. In Krisenzeiten sei es nicht sinnvoll, die so genannte "Nachhaltigkeitsrücklage" der Rentenversicherung weiter aufzufüllen. Zudem könne der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung auf unter 2,5 Prozent gesenkt werden.

"Die Unternehmen versuchen auch in der Rezession, ihre Stammbelegschaften zu halten und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden", stellt der IHK-Hauptgeschäftsführer fest. Bereits heute gäbe es in vielen Firmen zielgerichtete Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung. Solche Regelungen könnten aber nicht staatlich festgelegt, sondern nur auf betrieblicher Ebene verbindlich abgeschlossen werden. Sie beinhalteten dann auch notwendige Maßnahmen der Arbeitszeitflexibilisierung mit der Handhabung von Arbeitszeitguthaben.

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