PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 369859 (Industrie- und Handelskammer Erfurt)
  • Industrie- und Handelskammer Erfurt
  • Arnstaedter Strasse 34
  • 99096 Erfurt
  • https://www.erfurt.ihk.de
  • Ansprechpartner
  • Oliver Grosser
  • +49 (361) 3484-267

Trend ungebrochen

IHK rechnet bis Jahresende mit 5.000 neuen Jobs

(PresseBox) (Erfurt, ) Es geht weiter bergauf. Die positive konjunkturelle Entwicklung hat die Beschäftigungssituation erneut verbessert. 108.690 Arbeitslose - 4.739 weniger als im Juli - meldete heute die Agentur für Arbeit für den Freistaat. Die Arbeitslosenquote beträgt damit 9,2 Prozent. Im Vergleich zum August des Vorjahres (11,1 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit sogar um 23.733 Personen gesunken.

"Angetrieben von den Exporten und einer zunehmenden Inlandsnachfrage ist der Optimismus bei den Unternehmen so groß wie lange nicht. Es wird wieder mehr investiert und Dank der guten Arbeitsmarktlage auch konsumiert", begründet Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die positiven Daten. Gerade kleine und mittelständische Firmen erwiesen sich im jetzigen Aufschwung als wichtiger Jobmotor. Die Arbeitszeiten würden schrittweise erweitert und die Bereitschaft, neue Fachkräfte einzustellen, nehme zu. Insbesondere der Dienstleistungssektor, zu dem auch die Zeitarbeitsbranche gehört, suche verstärkt Personal.

"Bis Ende des Jahres rechnen wir in Thüringen mit weiteren rund 5.000 neuen Arbeitsplätzen und einer Arbeitslosenquote von 8,7 Prozent", zeigt sich Grusser optimistisch. Dies sei im ersten Jahr nach der schweren Wirtschaftskrise äußerst bemerkenswert. Jetzt müsse die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt durch sinnvolle Flexibilisierungsmaßnahmen unterstützt werden. Nicht zuletzt der starke Zugriff auf die Zeitarbeit lasse akuten Handlungsbedarf erkennen und verdeutliche die Unsicherheit der Firmen über den künftigen Konjunkturverlauf.

Vor dem Hintergrund des aktuell strengen Kündigungsschutzes seien deshalb befristete Einstellungen und Zeitarbeit durchaus verantwortungsvoll. "Den meisten Unternehmen steckt die Krise finanziell noch in den Gliedern", erklärt der IHK-Chef. Obwohl die Umsätze zum Teil um mehr als 50 Prozent gesunken wären, hätten sie viel Geld für die Kurzarbeit ausgegeben und ihr Stammpersonal gehalten. Diese Strategie zahle sich jetzt aus und sichere die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen.