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Pressemitteilung BoxID: 334179 (Industrie- und Handelskammer Erfurt)
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Künftig keine Papierberge mehr

Elektronisches Abfallnachweisverfahren tritt in Kraft

(PresseBox) (Erfurt, ) Ab 1. April 2010 wird das elektronische Abfallnachweisverfahren verbindlich. Wer als Erzeuger, Beförderer oder Entsorger mit gefährlichen Abfällen zu tun hat, muss ab diesem Stichtag einen elektronischen Nachweis führen können. Die Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) bietet allen Unternehmen die Möglichkeit, sich mit einer Signaturkarte für die neuen Anforderungen zu rüsten.

"Mit dem Stichtag erlischt die Möglichkeit, die alten Formulare zu verwenden. Die Papierberge mit den verschiedenfarbigen Durchschlägen der Abfallbegleitscheine werden dann endgültig der Vergangenheit angehören", ist IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser von der modernen Nachweisvariante überzeugt. Bei seiner Kammer liefen derzeit die Telefone heiß, denn zu den Umstiegsmodalitäten gebe es steigenden Informationsbedarf. "Für die Registrierung wird zunächst eine elektronische Signatur benötigt. Diese besteht aus einer individuellen Chipkarte und einem Kartenlesegerät", erklärt Grusser. Beides könne bei der IHK Erfurt beantragt werden, die Registrierung erfolge dann online über die "Zentrale Koordinierungsstelle Abfall".

"Allein im ersten Quartal 2010 hat sich das Volumen der Kartenbestellung gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Waren Ende Januar 2010 erst rund 2.000 Betriebe deutschlandweit registriert, so sind es heute schon 11.000", sagt der IHK-Chef. In Thüringen machten bereits 110 Unternehmen von der elektronischen Möglichkeit Gebrauch. Für Nachzügler sei es jetzt höchste Zeit, die Signaturausstattung zu beantragen und sich registrieren zu lassen.

Geschätzt 30.000 Unternehmen wären in Deutschland von der neuen Abfallnachweisführung betroffen. Für die Teilnahme am elektronischen Verfahren existierten bereits zahlreiche Software- und Portallösungen, welche die Unternehmensdaten von der Signaturkarte verarbeiten könnten.