Konkrete Hilfe für Betriebe

IHK startet Projekt "Unternehmenssicherung"

(PresseBox) ( Erfurt, )
Industrie- und Handelskammer, Thüringer Wirtschaftsministerium, Aufbaubank, Bürgschaftsbank, Landesentwicklungsgesellschaft, Agentur für Arbeit und die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung haben sich heute zu einem umfangreichen Maßnahmepaket zur Unterstützung angeschlagener Firmen verständigt. Damit soll den Unternehmen, die durch Finanzmarktkrise und schwächelnde Konjunktur in Bedrängnis geraten, rasch und unbürokratisch geholfen werden.

"Es besteht nach wie vor kein Grund zur Panik. Die Thüringer Wirtschaft ist gut positioniert und hat in den letzten Monaten mit überproportionalen Steigerungsraten ihre Wettbewerbsfähigkeit immer wieder unter Beweis stellen können. Gefährlich wäre es aber, jetzt nicht zu reagieren und keine Vorsorge zu treffen", verweist IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen auf wachsende Probleme in den Unternehmen aufgrund der unheilvollen Allianz von Finanzmarktkrise und Konjunkturabschwung. Auftragsstornierungen, Zahlungsausfälle und strengere Kreditauflagen könnten schnell zu Liquiditätsengpässen führen und den Fortbestand des gesamten Betriebes gefährden. "Wir müssen deshalb rechtzeitig Maßnahmen ergreifen! Wenn erst die Produktion steht und Mitarbeiter entlassen werden, ist es zu spät", warnt Chrestensen.

Über das von der Vollversammlung der IHK Erfurt beschlossene Projekt "Unternehmenssicherung" sollen die unterschiedlichen Hilfsangebote der beteiligten Institutionen koordiniert werden. Dafür hätten die Unternehmer kurzfristig einen Betrag von 100.000 Euro aus dem Kammerhaushalt zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit den Mitteln der KfW-Mittelstandsbank sei damit der Einsatz von externen Spezialisten in den Firmen gewährleistet. Ein geprüfter Pool von 80 Experten stünde bereit.

Über eine speziell eingerichtete Hotline 0361 3484-315 könnten sich die Unternehmer direkt an die Kammer wenden.

"Wir garantieren den Kontakt vor Ort im Betrieb innerhalb von 48 Stunden", sichert der IHK-Präsident zu. Dort werde dann eine konkrete Situationsanalyse erarbeitet, die die Grundlage für einzuleitende Maßnahmen zur Liquiditätssicherung oder Neuausrichtung der Geschäftsstrategien vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen sei.

Zum Maßnahmepaket der Projektpartner gehören unter anderem:

- Ausweitung des Programms GuW plus (Gründungs- und Wachstumsfinanzierung) der Thüringer Aufbaubank von 750 TEuro auf 2 Millionen Euro sowie Öffnung für große Unternehmen, die nicht dem KMU-Status unterliegen;
- Ausreichende Ausstattung des Konsolidierungsfonds der Thüringer Aufbaubank für Umstrukturierungsmaßnahmen des Verarbeitenden Gewerbes und der produktionsnahen Dienstleistungen;
- Ausbau des Programms BBTcontrol der Bürgschaftsbank Thüringen auf alle Unternehmen (bisher nur bei Existenzgründungen);
- Erweiterung der Zugangsmöglichkeiten für Beteiligungskapital bei der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft;
- Qualifizierte Beratung durch die Agentur für Arbeit innerhalb von 48 Stunden zur Inanspruchnahme von arbeitsmarktrelevanten Maßnahmen, wie Kurzarbeit oder Insolvenzausfallgeld;
- Möglichkeit der beschleunigten Inanspruchnahme der Beratungsförderung des Landes über die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung.
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