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Pressemitteilung BoxID: 233908 (Industrie- und Handelskammer Erfurt)
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IHK befürchtet Pleitewelle im Handel

(PresseBox) (Erfurt, ) Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt befürchtet für das laufende Jahr das Aus für viele Fachgeschäfte aber auch mittelständische Filialisten. Schuld seien Änderungen bei der Gewerbesteuerberechnung. "Durch die Neuregelung müssen Händler seit Januar auf die Ladenmieten Gewerbesteuern zahlen - selbst wenn sie wegen der Wirtschaftskrise keinen Gewinn mehr erzielen", erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Gerade im Einzelhandel seien die Mieten und Pachten bekanntermaßen überproportional hoch.

Ob die von der Bundesregierung im Konjunkturpaket II beschlossenen Steuer- und Abgabensenkungen den Konsum nennenswert stärken, bleibe abzuwarten. Fakt sei - der Handel verzeichne seit Jahren teilweise massive Umsatz- und Ertragsverluste. Auch das in weiten Teilen erfolgreiche Weihnachtsgeschäft ändere nichts an der insgesamt schlechten Situation für die Branche. Thüringenweit sei der Umsatz bereits seit neun Jahren in Folge rückläufig.

"Eine Korrektur der krisenverschärfenden Maßnahmen, wie die leidige Besteuerung von Miet- und Pachtausgaben, wäre ein wichtiges Signal", so Grusser. Die IHK Erfurt fordere, die absurde Steuerpolitik zu beenden und die Kriterien für die Gewerbesteuer neu zu ordnen.

Der Einzelhandel ist mit über 400.000 Unternehmen und 2,7 Millionen Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Deutschland.