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Pressemitteilung BoxID: 238525 (Industrie- und Handelskammer Erfurt)
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Ernährungsgewerbe auf dem Vormarsch

IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zur Jahresbilanz der Thüringer Industrie

(PresseBox) (Erfurt, ) Trotz massiver Umsatzeinbrüche im vierten Quartal erwirtschafteten die Thüringer Industriebetriebe im Jahr 2008 mit 27,1 Milliarden Euro ein Rekordergebnis. Die Zuwachsrate fiel mit 4,5 Prozent aber deutlich geringer aus als noch vor einem Jahr mit einem zweistelligen Plus. Besonders hart traf es im Monat Dezember die Automobilbauer und die Zulieferindustrie, ihre Umsätze schrumpften um fast ein Drittel.

"Auftragsstornierungen, Kurzarbeit und verlängerte Werksferien bestimmen nach wie vor das Tagesgeschäft", beschreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die Probleme in der Automobilbranche. Der Absturz laufe seit Oktober und hätte das Jahresergebnis des umsatzstärksten Thüringer Industriezweiges nach unten gedrückt.
"Von neuen Rekordzahlen müssen wir uns wohl vorerst verabschieden", so Grusser. Die Autokrise belaste natürlich auch die Exportraten. Eine geringe Steigerung gegenüber dem sehr guten Vorjahr sei aber auch 2008 bei den Auslandsumsätzen zu verzeichnen.

Der IHK-Chef geht davon aus, dass das Thüringer Ernährungsgewerbe in diesem Jahr die Fahrzeugindustrie von Platz eins der umsatzstärksten Branchen verdrängt. Bereits im Dezember konnten die Nahrungsmittelhersteller kräftig zulegen.
Dies werde aber kaum ausreichen, die rückläufige Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe des Freistaats auszugleichen. Hier hofft Grusser auf die Inanspruchnahme der Kurzarbeiterregelung und appelliert an die Unternehmer, ihr Stammpersonal trotz aller Schwierigkeiten zu halten. Für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sei es wichtig, nach der Krise qualifizierte Fachkräfte an Bord zu haben.