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Pressemitteilung BoxID: 234465 (Industrie- und Handelskammer Erfurt)
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Arbeitsmarkt gerät unter Druck

(PresseBox) (Erfurt, ) Der Abschwung ist am Arbeitsmarkt angekommen. 147.289 Arbeits-lose - 22.213 mehr als im Dezember - verzeichnete die Agentur für Arbeit im Januar für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt 12,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (13,1 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit aber immerhin noch um 11.009 ge-sunken.

"Die aktuellen Daten zeigen, dass die konjunkturelle Schwäche nun den Arbeitsmarkt erreicht hat", bewertet Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Auch in den kommenden Monaten müsse mit einem weiteren Rückgang der Beschäftigung gerechnet werden. Die Unternehmer seien vorsichtiger in ihrer Kostenplanung geworden. Investitionen würden zunehmend auf Eis gelegt und damit kaum neue Stellen geschaffen.

"Laut jüngster IHK-Konjunkturumfrage beabsichtigt inzwischen jeder vierte Firmenchef, die Zahl seiner Mitarbeiter zu reduzieren. Viele Betriebe neh-men bereits Kurzarbeit in Anspruch", so Grusser. Sie scheuten sich im Moment noch vor Stellenkürzungen. Zunächst würden die Unternehmen alle Möglichkeiten ausnutzen, um ihre Fachkräfte zu halten. Erst als aller-letztes Mittel käme eine Kündigung in Frage. Ein Hauptgrund dafür sei auch, dass mit zurückgehenden Schülerzahlen der Nachwuchs künftig immer rarer werde.

"Die vom Koalitionsausschuss beschlossenen Änderungen sind ein wichti-ger Schritt, um Kurzarbeit im größtmöglichem Umfang sinnvoll einzusetzen und um die Beschäftigung so weit wie möglich zu stabilisieren", erklärt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die Regelungen sollten nun schnellstmöglich umgesetzt werden. Dem Beschluss zufolge erstattet die Bundesagentur für Arbeit den Arbeitgebern in den Jahren 2009 und 2010 bei Kurzarbeit hälftig die Sozialversicherungsbeiträge. Für Zeiten der Qualifizierung während der Kurzarbeit können den Arbeitgebern auf Antrag sogar die vollen Sozi-alversicherungsbeiträge erstattet werden.