IHK-Konjunkturumfrage:Solide Geschäftslage - kühlere Aussichten

(PresseBox) ( Cottbus, )
Die gewerbliche Wirtschaft in Südbrandenburg blickt im Herbst 2008 auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung zurück. Trotz der Turbulenzen auf den Finanzmärkten und der hohen Rohstoffpreisen bewegt sich die aktuelle Geschäftslage weiterhin auf hohem Niveau. Die Wirtschaft ist gewachsen und das Investitionsklima ist gut. Die Beschäftigung hat in Südbrandenburg zugenommen und dies hat den regionalen Arbeitsmarkt etwas entspannt.Ungeachtet dieser guten Ausgangslage sind die Aussichten der gewerblichen Wirtschaft nur sehr verhalten. Es herrscht aktuell eine große Unsicherheit, wie sich die internationale Finanzkrise auf die regionale Wirtschaft auswirken wird.

Dies Grundtendenzen ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrieund Handelskammer Cottbus, an der sich Unternehmen aus dem Baubereich, dem Dienstleistungsbereich, der Industrie und dem Handel beteiligt haben.

Guter Geschäftsverlauf

In den vergangenen Monaten hat sich der Aufwärtstrend in der Wirtschaft fortgesetzt. Zwar hat die Entwicklung etwas an Dynamik verloren, dennoch berichten 44 Prozent der Unternehmen von einer guten Geschäftslage. Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen liegt mit 34 Prozentpunkten deutlich im Plusbereich. Die Wachstumsträger der gewerblichen Wirtschaft sind - wie schon in den Vorjahren - die Industrie und das Dienstleistungsgewerbe.

Das Verarbeitende Gewerbe hat seine Position vor allem auf dem deutschen Markt weiter stärken können. Insbesondere die Investitionsgüterproduzenten berichten von einem guten Geschäftsverlauf. Auch die exportorientierten Industrieunternehmen zeigen sich mit den Auslandsgeschäften zufrieden. Allerdings wurden die Wachstumsraten der vergangenen Jahre nicht mehr erreicht. Von dem anhaltenden Aufwärtstrend in der Industrie profitieren die industrienahen Dienstleister und Großhändler.

Im Baugewerbe konnten die Unternehmen durch eine gute Auftragslage ebenfalls etwas aufatmen. Im Handel blieb die erhoffte Belebung indes aus.Trotz Beschäftigungszuwachs ist die regionale Kaufkraft weiter undurchschnittlich ausgeprägt. Gründe liegen in den gestiegenen Lebenshaltungskosten und der anhaltenden Bevölkerungsabwanderung.

Gute Chancen für positiven Entwicklungstrend

In den kommenden Monaten ist in der gewerblichen Wirtschaft mit einer Wachstumsabkühlung zu rechnen. Nur noch 11 Prozent der Unternehmen sehen optimistisch in die Zukunft. Dagegen ist der Anteil der skeptischen Erwartungen auf 25 Prozent gestiegen. Trotz der sich verschärfenden Finanzkrise gehen die Unternehmen davon aus, dass erreichte Niveau halten zu können.

In der Industrie haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren ein stabiles Fundament aufgebaut, das konjunkturellen Schwankungen standhalten kann. Die Unternehmen rechnen auch weiterhin mit guten Geschäften im In- und Ausland. Das Dienstleistungsgewerbe geht in der Mehrheit von gleichbleibenden Geschäften aus, allerdings rechen die Unternehmen nicht mehr mit einem Wachstum. Auch die konsumnahen Branchen erwarten keine spürbare Belebung ihrer Geschäfte. Im Baugewerbe haben die negativen Geschäftsaussichten wieder deutlich zugenommen. Die Erholungsphase in dieser Branche ist vorerst beendet.

Obwohl in allen Wirtschaftsbereichen die Erwartungen sehr zurückhaltend sind, ist das Investitionsklima weiterhin gut. 22 Prozent der Unternehmen beabsichtigen ihre Investitionsausgaben zu erhöhen. Auch die Arbeitsmarktsituation bleibt voraussichtlich in den kommenden Monaten stabil.

Die ausführliche Branchenauswertung steht im Internet www.cottbus.ihk.de zur Verfügung.
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