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Pressemitteilung BoxID: 526037 (Industrie- und Handelskammer Chemnitz)
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Sachsen in FuE - Ausgaben in Ostdeutschland Spitzenreiter

Innovationspotenzial der Wirtschaft kann aber noch besser genutzt werden

(PresseBox) (Chemnitz, ) Sachsen liegt an der Spitze der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in Ostdeutschland und lässt noch zahlreiche alte Bundesländer hinter sich. Insgesamt wurde in Sachsen im Jahr 2010 2,78 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für FuE ausgegeben, ein Zuwachs gegenüber dem Jahr 2005 um 0,44 Punkte (Deutschland: 0,31 Punkte). Allerdings liegt der Anteil der Ausgaben immer noch knapp unterhalb des deutschen Durchschnitts von 2,8 Prozent. Um an die forschungsstarken Bundesländer wie beispielsweise Baden-Württemberg aufzuschließen, sind demnach noch weitere Anstrengungen nötig.

57 Prozent der FuE-Mittel stammen im Freistaat von öffentlichen Stellen (Deutschland: 37 Prozent). Diese kompensieren damit den relativ geringen Anteil der unternehmerischen Ausgaben (1,2 Prozent des BIP) in diesem Bereich, welcher vor allem auf die sächsische Wirtschaftsstruktur zurückzuführen ist.

"Sachsen ist als Wissens- und Forschungsstandort gut aufgestellt, trotzdem besteht noch weiteres Potenzial für Verbesserungen insbesondere bei der Verzahnung der Hochschul- und Forschungslandschaft mit der Wirtschaft," betont der Präsident der IHK Chemnitz, Franz Voigt. Kooperationen zwischen sächsischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, insbesondere Hochschulen, stellen dabei ein wichtiges Instrument dar, um den Wettbewerbsnachteil der kleinteiligen sächsischen Wirtschaft gegenüber forschungsintensiven Großunternehmen zu kompensieren. Allerdings kamen 2010 nur ca. 18 Prozent (Deutschland: 21 Prozent) der Drittmitteleinnahmen sächsischer Hochschulen aus der gewerblichen Wirtschaft, der größte Anteil wurde vom Bund (32,9 Prozent) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (23,7 Prozent) finanziert. Demnach bietet der Wissenstransfer zwischen staatlich geförderten Forschungseinrichtungen und sächsischen Unternehmen noch Reserven, um die Innovationspotenziale in der klein- und mittelständischen sächsischen Wirtschaft besser zu nutzen.