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Pressemitteilung BoxID: 376217 (Industrie- und Handelskammer Chemnitz)
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Naturschutz contra Freiberger Bürger contra Arbeitsplätze

(PresseBox) (Chemnitz, ) Mit Empörung und Unverständnis hat die Industrie- und Handelskammer Chemnitz auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes reagiert, den Baubeginn für die Ortsumgehung Freiberg zu stoppen. Die Planung des Vorhabens war bereits mehrfach verzögert worden, um der herausfordernden, immer komplexer werdenden, europäischen Umweltgesetzgebung ausreichend Rechnung zu tragen. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zeigt drastisch und schockierend, dass diese Gesetzgebung jedoch mittlerweile so realitätsfern und kompliziert ist, dass sie sich selbst im Wege steht, so Michael Lohse, Präsident der Industrie- und Handelskammer Chemnitz.

Gerade bei der Ortsumgehung Freiberg wurde während der Planungsphase besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt darauf gelegt, umweltrechtliche Bedenken mit vielfältigen Fachgutachten zu untersuchen und auszuräumen, um weitere Verzögerungen beim Bau dieser von den Freiberger Bürgern und der prosperierenden Wirtschaft dringend benötigten Straßenverbindung auszuschließen.

Es ist nahezu grotesk, so Lohse weiter, dass diese jetzt vor Gericht für nicht ausreichend befunden werden.

Offensichtlich wird es in Zukunft kaum noch gelingen, Infrastrukturprojekte in angemessener Zeit und mit sparsamen Einsatz von Planungsmitteln erfolgreich umzusetzen.

Schon heute übersteigen beim Straßenbau die umweltrelevanten Ausgaben die verkehrstechnischen. Von den verantwortlichen Planungs- und Genehmigungsbehörden erwarten die Unternehmen jetzt eine konzentrierte, schnellstmögliche Heilung der beanstandeten Sachverhalte.