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Pressemitteilung BoxID: 723210 (Industrie- und Handelskammer Chemnitz)
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Exportnachweis: Wirtschaft setzt auf Alternativen

(PresseBox) (Chemnitz, ) Die Bedenken der Wirtschaft gegen die Einführung der Gelangensbestätigung als einzigen Nachweis für umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen haben sich bestätigt. IHK-Steuerreferent Michael Thümmel verweist dazu auf eine Blitzumfrage unter sächsischen Unternehmen zu bestehenden Praxisproblemen. "Die Umfrage bestätigt, dass die Mehrzahl der Unternehmen seit Anfang 2014 nicht die Gelangensbestätigung, sondern die von der IHK und anderen Wirtschaftsverbänden geforderten weiteren Möglichkeiten der Nachweisführung nutzen", sagt er. Die Gelangensbestätigung werde zwar auch verwendet, die Wirtschaft kritisiert jedoch insbesondere das Erfordernis der Unterschrift des Warenempfängers als personal- und zeitaufwendig.

Hintergrund:

Warenlieferungen an Unternehmen in anderen EU-Ländern sind in der Regel umsatzsteuerfrei. Die Lieferanten sind jedoch verpflichtet, dem Finanzamt die Ankunft der Waren im Zielland nachzuweisen, um Umsatzsteuerbetrug zu verhindern. Seit Anfang 2014 erkennt das Finanzamt neben der Gelangensbestätigung auch alternative Nachweise, wie die Spediteursbescheinigung, den Frachtbrief oder die Fahrzeugzulassung an.

Ursprünglich sollte die Gelangensbestätigung seit 2012 als einziger Nachweis für Lieferungen ins EU-Ausland dienen. Auf Drängen der IHK-Organisation und anderer Verbände wurden dann neben der Gelangensbestätigung weitere Möglichkeiten der Nachweisführung einer innergemeinschaftlichen Lieferung eingeführt, sogenannte Alternativnachweise.