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Pressemitteilung BoxID: 621813 (Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben)
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Wahlprogramme im IHK-Check: Bildung

(PresseBox) (Weingarten, ) Anlässlich der Bundestagswahl unterzieht die IHK-Organisation in diesen Wochen die Wahlprogramme der Parteien einem Check aus Sicht der Wirtschaft. Diese Woche ist das Thema Bildung an der Reihe.

Auch 2013 ist Bildung ein Megathema in den Wahlprogrammen der Parteien. Dabei hat der Bund seit der Föderalismusreform 2006 nur noch äußerst beschränkte Mitsprachemöglichkeiten. Unübersichtlich, kleinteilig und ohne gemeinsame Standards - unser föderales Bildungssystem wird immer mehr zum Hemmschuh für Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung. Das haben die Parteien vor der Bundestagswahl erkannt und wollen Hand an den Status quo legen. Aus- und Weiterbildung als Motoren der Fachkräftesicherung sollen gestärkt werden.

Duale Ausbildung stärken

Die Parteien wollen das Erfolgsmodell "duale Berufsausbildung" stärken und den Übergang zwischen Schule und Ausbildung verbessern. Junge Erwachsene ohne Berufsabschluss sollen neue Chancen erhalten. Die IHKs erproben derzeit, ob die Verwendung von Teilqualifikationen dabei helfen kann. Ein Aufbau von überbetrieblichen Lernorten ist laut IHK nicht notwendig. Die Unternehmen suchen händeringend Bewerber und geben auch Schwächeren Chancen. "In der IHK-Lehrstellenbörse sind derzeit für einen sofortigen Ausbildungsbeginn noch 66 Stellen offen und bereits 405 Ausbildungsplätze werden für nächstes Jahr angeboten", so der IHK-Präsident Heinrich Grieshaber. "Das regionale Ausbildungsplatzangebot ist mit rund 2.500 neuen Ausbildungsverträgen pro Jahr auf einem hohen Stand. Ende August verzeichnen wir bereits 2.297 neue Ausbildungsverträge. Dies ist ein leichter Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr."

Die SPD mahnt ebenso wie die Grünen eine Erhöhung der Ausbildungsqualität an und plädiert für branchenbezogene Ausbildungsfonds und eine "Berufsausbildungsgarantie" für jeden Jugendlichen. Laut IHK-Präsident ist dies der falsche Weg: "Zuallererst würde die Motivation der Jugendlichen nachlassen, sich anzustrengen. Wir benötigen aber junge Menschen mit Elan, die bereit sind für ihre Bildung die notwendige Leistung zu erbringen." Richtig hingegen sei, den Maßnahmendschungel zwischen Schule und Ausbildung zu lichten und betrieblicher Qualifizierung Vorfahrt vor schulischen Maßnahmen zu geben. Außerdem gilt weiterhin das Versprechen des Ausbildungspaktes: Jeder, der ausbildungswillig und -fähig ist, erhält ein Angebot.

Ganztagsschulen ausbauen

Parteiübergreifende Einigkeit besteht darin, flächendeckend Ganztagsschulen auszubauen. Das sieht auch die IHK so: Bund und Länder sollten so rasch wie möglich ein bedarfsdeckendes Angebot schaffen, damit Eltern Beruf und Familie besser vereinbaren und Schüler besseren Unterricht erhalten können. Ein Rechtsanspruch ab 2020 kann dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

Weiterbildung fördern, Sackgassen vermeiden

Mit allen Parteien einig ist sich die IHK, dass berufliche Weiterbildung vorangebracht werden muss. Ein Rechtsanspruch auf Weiterbildung, wie von SPD und Linkspartei gefordert, verstößt jedoch nicht nur gegen das Prinzip der Eigenverantwortung, sondern lässt auch Finanzierbarkeit und betriebliche Notwendigkeiten außer Acht.

Auch bei der Bewertung, dass die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung genauso wie die Anrechnung erbrachter Leistungen die Chancen auf eine erfolgreiche Karriere vergrößern, stimmt die IHK mit den Parteien überein. "Die IHK setzt sich dafür ein, dass Hochschulen für beruflich Qualifizierte offenstehen und Betriebe für Studienabbrecher. Letztere sollen daher verstärkt in betriebliche Aus- und Weiterbildung gelenkt werden", betont IHK-Präsident Grieshaber.

Die Wahlprogramme im IHK-Check finden sich auch unter www.weingarten.ihk.de, Dokument-Nummer: 84583.

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