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Pressemitteilung BoxID: 650208 (Industrie- und Handelskammer Aachen)
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IHK-Konjunkturumfrage: Wirtschaft startet mit Zuversicht ins Jahr 2014

(PresseBox) (Aachen, ) Zum Jahresbeginn schauen die Unternehmen im Kammerbezirk optimistisch auf die kommenden Monate. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, an der sich 309 Unternehmen mit insgesamt rund 42.000 Beschäftigten beteiligt haben. Ein Drittel der Befragten geht davon aus, dass sich ihre Geschäftslage in den kommenden Monaten verbessert. Nur jeder zehnte Betrieb erwartet, dass sich die Geschäfte ungünstig entwickeln werden.

"2014 kann ein gutes Jahr werden. Gestiegene Nachfrage und anziehende Exporte sorgen für Beschäftigung und Einkommen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer: "Die gute Beschäftigungslage stärkt das Vertrauen der Verbraucher, entlastet die Sozialkassen und lässt die Steuereinnahmen sprudeln."

Die Lage der Unternehmen ist weiterhin auf unverändert hohem Niveau. Annähernd vier von zehn Befragten berichten von guten Geschäften, nur jeder achte Betrieb ist unzufrieden. Vor allem die Ertragslage der Unternehmen hat sich in den zurückliegenden Monaten positiv entwickelt. Zum zweiten Mal in Folge meldete eine Mehrheit der Betriebe gestiegene Erträge. Gleichzeitig bleibt die Auslastung der Produktionskapazitäten auf einem konstant hohen Niveau – leicht oberhalb des langjährigen Durchschnitts.

Größte Risikofaktoren für die Wirtschaft sind auch im Jahr 2014 eine sinkende Inlandsnachfrage sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht dies unverändert als Problem. "Die Politik in Berlin steht jetzt vor der großen Aufgabe, die Energiewende zu gestalten, ohne die Wachstumskräfte der Wirtschaft einzubremsen. Die vielen energieintensiven Betriebe sind die Grundlage für die wertschöpfenden Prozessketten in unserer Region", erklärt Bayer.


Auch die allgemeinen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie die Arbeitskosten betrachtet fast die Hälfte der Unternehmen als Risiko. Ein Drittel der Befragten bezeichnet den Fachkräftemangel als größtes Konjunkturrisiko.

Gute Lage in der Industrie
In der Industrie ist eine Mehrheit der Unternehmen mit der aktuellen Situation zufrieden. Ein Drittel der Befragten bezeichnet die Geschäftslage als gut, jeder siebte Betrieb ist nicht zufrieden. Einer der Gründe für die positive Lage der Unternehmen sind die gestiegenen Umsätze im letzten Halbjahr. Ein Drittel der Industriebetriebe berichtet, dass die Umsätze gestiegen sind. Die Produktionskapazitäten waren im Schnitt zu 80 Prozent ausgelastet. Die Auslastung liegt damit leicht über dem Niveau des langjährigen Durchschnitts.

Mehrheit der Dienstleister zufrieden
Die bereits gute Geschäftslage der Dienstleister im Kammerbezirk Aachen hat sich seit dem Herbst nochmals verbessert. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen bezeichnet ihre aktuelle Lage als gut, nur jeder zehnte Betrieb ist unzufrieden. Mehr als jeder dritte Betrieb berichtet von gestiegenen Umsätzen in den zurückliegenden sechs Monaten. Bei jedem vierten Befragten sind sie dagegen gesunken.

Gute Lage im Handel bleibt stabil
Der Handel meldet im Vergleich zum Herbst eine unverändert gute Geschäftslage. Fast vier von zehn Betrieben melden gut laufende Geschäfte, nur sieben Prozent der Unternehmen sind unzufrieden. Gut geht es vor allem weiter dem Großhandel. Hier geben 42 Prozent der Befragten an, dass ihre aktuelle Lage gut ist. Nur zwei Prozent bewerten sie als schlecht. Im Einzelhandel hat sich die gute Geschäftslage seit dem Herbst kaum verändert. Vier von zehn Einzelhändlern bezeichnen ihre aktuelle Lage als gut, jeder sechste Befragte ist nicht zufrieden.

Bau nicht zufrieden
Als einziger Wirtschaftssektor im Kammerbezirk ist das Baugewerbe mehrheitlich unzufrieden. Ein Fünftel der Unternehmen meldet gute Geschäfte, drei von zehn Befragten sind dagegen unzufrieden.

Unternehmen mit positiven Aussichten
Zum Jahresbeginn blicken die Betriebe im Kammerbezirk Aachen mit großer Zuversicht auf die kommenden Monate. Ein Drittel der Unternehmen rechnet mit einer positiven Entwicklung der Geschäfte in den kommenden Monaten. Demgegenüber erwartet nur jeder neunte Befragte, dass sich die Geschäfte ungünstig entwickeln werden.

Export unverändert auf Wachstumskurs
Der Exportumsatz der Industriebetriebe im Kammerbezirk Aachen hat sich seit dem vergangenen Herbst verbessert. Ein Drittel der Unternehmen meldet gestiegene Auslandsumsätze, bei einem Fünftel sind die Exporte zurückgegangen. Die Auftragseingänge sind bei einem Viertel der befragten Unternehmen steigend, bei einem Fünftel sinken sie. Ähnlich gut soll auch das Auslandsgeschäft in den kommenden Monaten laufen. Drei von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass sich der Export günstig entwickeln wird. Nur jeder siebte Betrieb erwartet einen Rückgang des Auslandsgeschäfts.

Unternehmen steigern erneut die Erträge
Nachdem im Herbst 2013 erstmals seit zwei Jahren eine Mehrheit der Befragten von gestiegenen Erträgen berichtet hat, hat sich die positive Entwicklung zum Jahresbeginn fortgesetzt. Drei von zehn Unternehmen konnten ihre Erträge im zurückliegenden halben Jahr steigern, bei einem Fünftel der Befragten haben sie sich verringert.

Leichter Beschäftigungszuwachs zu erwarten
Trotz der positiven Geschäftsaussichten und der zunehmenden Schwierigkeiten, qualifiziertes Fachpersonal zu finden, sind auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten nur wenige Veränderungen zu erwarten. Wie schon im Herbst 2013 will nur eine kleine Mehrheit der Unternehmen Personal aufstocken. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote im Kammerbezirk Aachen bei 7,8 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte unter der Quote des Landes Nordrhein-Westfalen (8,1 Prozent).

Sorgen bereitet vielen Aachener Betrieben die geplante Gewerbesteuererhöhung. "Die zusätzlichen Belastungen verringern die Investitionsabsichten der Unternehmen, gefährden Arbeitsplätze und verschlechtern die Standortbedingungen – am Ende erzielen die Kommunen letztlich trotz höherer Hebesätze weniger Einnahmen", erklärt Bayer: "Den Unternehmen ist bewusst, dass die Kommunen einen enormen Handlungsbedarf haben – insbesondere bei der Instandhaltung und dem Ausbau der Infrastruktur. Gewerbesteuererhöhungen sind dabei jedoch kontraproduktiv – sowohl für die Unternehmen als auch für die kommunalen Haushalte."

Den aktuellen Konjunkturbericht finden Sie auf der Internetseite der IHK Aachen unter www.aachen.ihk.de/konjunkturbericht.

Geschäftslage und -erwartung in den Teilregionen

Städteregion Aachen: Stadt Aachen
Die Geschäftslage der Unternehmen in der Stadt Aachen hat sich seit dem Herbst etwas verschlechtert, ist aber in allen Wirtschaftssektoren überwiegend positiv. 42 Prozent aller Betriebe bewerten ihre Lage als gut, 16 Prozent als schlecht. Bei den Dienstleistern hat sich die Lage seit dem Herbst sogar weiter verbessert (Saldo: +36). Die Geschäftsaussichten der Unternehmen sind ebenfalls gut. 34 Prozent der Betriebe rechnen mit besseren Geschäften, 15 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. Der Großhandel (Saldo: +59) ist dabei besonders optimistisch. Auch die Industrie ist zuversichtlich (Saldo: +16), jedoch sind die Aussichten geringer als zuletzt.

Übrige Städteregion Aachen
In der übrigen Städteregion Aachen bezeichnen erneut 45 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut, nur sieben Prozent sind nicht zufrieden. Am besten sind die Meldungen der Dienstleister (Saldo: +59) und des Einzelhandels (Saldo: +50). Die Geschäftserwartungen sind seit der zurückliegenden Umfrage gestiegen. 39 Prozent der Unternehmen erwarten eine günstige Geschäftsentwicklung, neun Prozent eine ungünstige. Besonders optimistisch sind auch hier der Einzelhandel (Saldo: +50) und die Dienstleister (Saldo: +46).

Kreis Düren
Im Kreis Düren schätzen 27 Prozent aller Betriebe ihre Geschäftslage als gut ein, 15 Prozent als schlecht. Positiv sind vor allem die Meldungen der Großhändler (Saldo: +69). Überwiegend schlecht geht es dagegen dem Einzelhandel (Saldo: -62). Die Geschäftserwartungen sind überwiegend positiv und haben sich seit der zurückliegenden Umfrage verbessert: 33 Prozent erwarten bessere Geschäfte, elf Prozent schlechtere. Vor allem die Dienstleister (Saldo: +51) und die Industrie (Saldo: +28) erwarten gute Geschäfte. Im Baugewerbe (Saldo: -52) und im Großhandel (Saldo:
-19) sind die Erwartungen dagegen negativ.

Kreis Euskirchen
Die Lage wird von 29 Prozent der Betriebe als gut bezeichnet, nur sechs Prozent melden schlechte Geschäfte. Gut geht es vor allem der Industrie (Saldo: +38). Die Geschäftsaussichten haben sich verbessert. 29 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung, zwölf Prozent mit einer Verschlechterung der Geschäfte. Dies gilt insbesondere für den Großhandel (Saldo: +46).

Kreis Heinsberg
Im Kreis Heinsberg melden 43 Prozent der Unternehmen eine gute und 15 Prozent eine schlechte Geschäftslage. Gut geht es vor allem dem Großhandel (Saldo: +88), den Dienstleistern (Saldo: +54) und dem Einzelhandel (Saldo: +50). Auch die Geschäftsaussichten sind überwiegend positiv: 35 Prozent erwarten eine gute Entwicklung, nur acht Prozent eine schlechte. Die Industrie (Saldo: +44) und die Dienstleistung (Saldo: +31) haben die besten Geschäftserwartungen.

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