Kostenfalle: Telefonieren mit dem Handy im Ausland

Neue Handygebühren in EU-Ländern ab 1. Juli 2011 / So schützen sich Verbraucher vor hohen Kosten im Urlaub

(PresseBox) ( Paderborn, )
Ab 1. Juli 2011 gelten nach der Roaming-Verordnung der Europäischen Union neue Preise für das Telefonieren mit dem Handy im Ausland. Das Telefonieren in einem EU-Land darf mit dem Mobilfunktarif eines deutschen Anbieters ab Freitag dann maximal 42 Cent pro Minute kosten (inkl. Mehrwertsteuer).

"Anders als bei Mobilfunkgesprächen im Inland muss der Kunde im EU-Ausland auch bezahlen, wenn er angerufen wird und das Gespräch entgegennimmt," sagt Philipp Jorek vom Verbrauchermagazin www.Billig-Tarife.de. "Diese ankommenden Gespräche werden dann mit 13 Cent pro Minute (inkl. Mehrwertsteuer) berechnet." Gefährlich wird es, wenn der Anrufbeantworter aktiviert ist. "Nimmt die Mailbox das Gespräch an, so muss der Kunde doppelt zahlen - und zwar für ein ankommendes und abgehendes Telefonat. 55 Cent pro Minute können dies sein," warnt Jorek weiter. "Die Deaktivierung der Mailbox vor Urlaubsantritt ist damit empfehlenswert."

Eine weitere Kostenfalle kann die Nutzung von Applikationen (Apps) oder dem Mobilen Internet auf dem Smartphone oder iPhone im Ausland sein. "Die normalen Daten-Tarife für das Mobile Internet gelten im Ausland fast nie," sagt Jorek weiter. "Oft werden mehrere Euro pro übertragenem Megabyte fällig. Die Auslands-Gebühren können damit mehr als das hundertfache wie die inländischen Preise sein." Verbraucher sollten daher entweder das Mobile Internet in deren Gerät komplett deaktivieren oder einen Auslands-Spezialtarif bei ihrem Mobilfunkanbieter buchen.
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