Kooperation zwischen Medizintechnikhersteller Imedos und TU Ilmenau: Projekt InGeS optimiert Verfahren zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

(PresseBox) ( Jena, )
In dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt InGeS (Individualmedizinisches Gerätesystem zur statischen Gefäßanalyse) kooperieren der Medizintechnikhersteller IMEDOS Systems GmbH und die TU Ilmenau, um ein erprobtes Verfahren zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiter zu verbessern und dessen Akzeptanz im klinischen Alltag zu erhöhen.

Seit Juli 2019 arbeiten das F&E - Team der IMEDOS Systems GmbH und die Wissenschaftler der TU Ilmenau an der Verbesserung eines Verfahrens zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Deutschland gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch immer als die Todesursache Nummer eins. Durch Prävention und Früherkennung ließe sich ein Großteil der Krankheitsfälle jedoch vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, analysieren die Forscher mit Blick durch das Auge das menschliche Gefäßsystem.

Mit der Methode der „statischen Gefäßanalyse“ lassen sich unter Zuhilfenahme einer Funduskamera Veränderungen der Blutgefäße am Augenhintergrund beobachten. Diese Veränderungen der bis zu 180µm großen Gefäße gelten als Indiz für eine zukünftige Erkrankung. Die Eignung dieses Verfahrens zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bereits durch zahlreiche Studien belegt, findet jedoch noch kaum Anwendung im klinischen Alltag.

Im Projekt InGeS möchte die IMEDOS Systems GmbH deswegen die Nachvollziehbarkeit und Aussagekraft des Verfahrens weiter verbessern. Hierfür soll eine prototypische Funduskamera entwickelt werden, die mithilfe von Mehrfachaufnahmen des Augenhintergrunds störende Einflüsse durch Schwankungen in den Gefäßdurchmessern oder durch Bildartefakte reduzieren kann. Die TU Ilmenau ergänzt die Arbeit der IMEDOS Systems GmbH durch ein neuartiges Analyseverfahren, das speziell auf diese Mehrfachaufnahmen hin optimiert wird.

Die beiden Partner erhoffen sich so, mit Fertigstellung des Projektes im Jahr 2021 die Präventionsmöglichkeiten im Bereich der Herz-Kreislauf-Krankheiten weiter zu verbessern und zugleich die Akzeptanz der „statischen Gefäßanalyse“ im klinischen Alltag zu erhöhen.
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