Biotechnologiekonferenz der IHK Nord zeigt den Weg in die bio-basierte Wirtschaft

(PresseBox) ( Kiel, )
Moderne Biotechnologien sind in unserem Alltag in Medizin, Ernährung und Umwelt unverzichtbar. Ziel der Bioökonomie ist eine auf biologischen Prozessen basierende Wirtschaftsweise. Angesichts dieser Herausforderung diskutieren 150 Teilnehmer auf der zweitägigen 3. IHK Nord-Biotechnologiekonferenz am 26. und 27. April 2012 in Fleesensee, Göhren-Lebbin, mit Branchenexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, wie erneuerbare biologische Ressourcen entwickelt und genutzt werden können.

Schwerpunkt der Konferenz ist die industrielle Biotechnologie, die sich für ihre Verfahren an biochemischen Werkzeugen aus der Natur bedient, bei denen lebende Zellen als Zellfabriken eingesetzt werden, um bestimmte Produkte im Industriemaßstab herzustellen. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Produktion von Insulin für Diabetiker durch transgene Bakterien statt aus Bauchspeicheldrüsen von Schweinen. Antibiotika, Impfstoffe oder Enzyme im Waschmittel sind weitere Stoffe, die auf diesem Wege in großen Mengen mit höchster Qualität und umweltschonend hergestellt werden.

Zunehmend werden Rohstoffe aus erneuerbaren Quellen, wie Biomasse oder Bioalkohol, als alternativer Kraftstoff genutzt. Weltweit wird der Markt der industriellen Biotechnologie auf über 56 Mrd. Euro pro Jahr beziffert. Man schätzt, dass im Jahre 2030 Biomaterialien und Bioenergie mit einem Volumen von weltweit rund 300 Mrd. Euro ein Drittel der gesamten industriellen Produktion ausmachen werden.

Klaus-Hinrich Vater, Vorsitzender der IHK Nord und Präsident der IHK zu Kiel, erläutert den Hintergrund der Konferenz: "Die Biotechnologie ist ein starker Faktor für die wirtschaftliche Zukunft Norddeutschlands, sie schafft hochwertige Arbeitsplätze und ist eine Erfolg versprechende Wirtschaftskraft. Schlüsseltechnologien wie die Medizintechnik, Biomedizin und Energietechnik müssen rasch wachsen, um den Marktbedarf an bio-basierten Produkten zu bedienen und leistungsfähige Entwicklungen auf den Markt zu bringen. Dafür brauchen Universitäten, Fachhochschulen und innovative Unternehmen der Biotechnologiebranche den engen Schulterschluss zur Industrie, um wirtschaftsnah arbeiten zu können. Der Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft muss als langfristiges Netzwerk etabliert und zudem die länderübergreifende Zusammenarbeit der Branche gestärkt werden. Diesen Ansatz unterstützt die Biotechnologiekonferenz der IHK Nord."

Die 3. IHK Nord-Biotechnologiekonferenz wird unterstützt durch die BioCon Valley-Initiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern und die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH).
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