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Pressemitteilung BoxID: 230058 (IHK München und Oberbayern)
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Dienstleistungsbranche ist Jobmotor in Bayern

BIHK-Studie: Bayern bundesweit führender Standort für Dienstleister

(PresseBox) (München , ) Die Dienstleistungsbranche hat der bayerischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren einen deutlichen Wachstumsschub verschafft. Seit 1999 haben sich Beschäftigung und Bruttowertschöpfung in der Branche überaus dynamisch entwickelt. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) unterstützt vom Bayerischen Wirtschaftsministerium durchgeführt hat.

"Die Dienstleister sind die wichtigsten Arbeitgeber in Bayern", sagte BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen bei der Vorstellung der Studie. Mit ihren 4,4 Millionen Erwerbstätigen erwirtschafteten die 439.000 Unternehmen im Dienstleistungssektor im Jahr 2006 einen Umsatz von 487 Milliarden Euro. Von 1999 bis 2006 erhöhte die Branche ihre Beschäftigtenzahlen im Freistaat um 8,3 Prozent, während die Industrie im gleichen Zeitraum 9,2 Prozent ihrer Arbeitsplätze verlor. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erklärte: "Der leistungsfähige bayerische Dienstleistungssektor trägt wesentlich dazu bei, dass sich Bayern als eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas behauptet. Das belegt die Studie eindrucksvoll."

Die Dienstleistungsunternehmen stehen mit einer Bruttowertschöpfung von 250 Milliarden Euro für 68 Prozent und damit mehr als zwei Drittel der bayerischen Wirtschaftsleistung. Ebenfalls 68 Prozent aller Erwerbstätigen im Freistaat sind im Dienstleistungsbereich beschäftigt.

Während die haushaltsnahen Dienstleister, beispielsweise Handel, Gastronomie und Gesundheitswesen, nach wie vor dominieren, holten die Unternehmensdienstleistungen - hierunter fallen etwa Gebäudereinigung, Logistik, Werbeagenturen und Unternehmensberater - in den vergangenen Jahren stark auf. So legte die Beschäftigtenzahl im Bereich der einfachen Unternehmensdienstleistungen zwischen 1999 und 2006 um 42 Prozent zu. Auch die Betriebe in den wissensintensiven Dienstleistungen stellten kräftig ein. Sie erhöhten ihre Mitarbeiterzahl um 14,6 Prozent. Ein Teil der Unternehmen (39 Prozent) meldet allerdings Probleme, offene Stellen zu besetzen.

Der Freistaat ist in Deutschland und international zu einem führenden Standort für Dienstleister aufgestiegen. Die bundesweit zwischen 1999 und 2006 in diesem Wirtschaftszweig geschaffenen Stellen entstanden mit 46 Prozent fast zur Hälfte in Bayern. "Im Bereich Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungen spielt Bayern praktisch in einer Liga mit dem weltweit führenden Standort Südostengland um das Finanzzentrum London", sagte Driessen.

Für Existenzgründer ist der Dienstleistungsbereich ebenfalls ein attraktives Betätigungsfeld. Im Jahr 2006 wurden 34.500 Unternehmen im Dienstleistungssektor gegründet. Das sind 77 Prozent aller Unternehmensgründungen im Freistaat.

Die größten Wachstumschancen liegen laut Studie in den Bereichen Logistik, Unternehmensberatung, Finanzdienstleistung sowie Medien- und IT-Dienste. Da zudem erst 29 Prozent der bayerischen Dienstleister in nennenswertem Maße international tätig sind, dürfte es noch beträchtliches Potenzial im Auslandsgeschäft geben.

Die Studie und die dazugehörige Umfrage unter 1.900 Betrieben wurde von einem Gutachterteam der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Ludwigs-Maximilians-Universität München erstellt.

Zusatzinfos zum Herunterladen: http://www.ihk-muenchen.de/internet/mike/aktuell/Anhaenge/Dienstleistungsstandort_Bayern_200942073.pdf