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Pressemitteilung BoxID: 233033 (IHK München und Oberbayern)
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Ausbildungsrekord in Oberbayern

Bedarf an Fachkräftenachwuchs so groß wie nie zuvor

(PresseBox) (München, ) Die oberbayerischen Unternehmen in Industrie, Handel und Dienstleistung haben 2008 erneut einen Ausbildungsrekord aufgestellt. Insgesamt 18.294 Jugendliche, das entspricht einem Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, haben bis zum Ende des abgelaufenen Jahres einen Ausbildungsvertrag in Oberbayern unterschrieben. Dies geht aus der aktuellen Ausbildungsstatistik der IHK für München und Oberbayern hervor. Das große Angebot an Ausbildungsstellen hat 2008 erstmals dafür gesorgt, dass in mehreren Landkreisen die traditionellen Herbst-Nach­vermit­tlungs­aktionen abgesagt werden mussten, weil keine Bewerber mehr zur Verfügung standen.

"Die Ausbildungsbereitschaft der IHK-Betriebe hat im Jahr 2008 den absoluten Höchststand erreicht", sagt Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge war bereits in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Dass es auch 2008 noch einmal zu einem deutlichen Plus gekommen ist, sei aber nicht selbst­verständlich gewesen, betonte Driessen. Es zeige sich, dass die Wirtschaft ihre gesellschaftliche Aufgabe ernst nehme, jungen Menschen einen guten Start in die berufliche Zukunft zu ermöglichen.

Verstärkt ausgebildet wird derzeit in fast allen Branchen. Ein fortgesetzt hohes Wachstum zeigten die metalltechnischen Berufe, der größte Zweig im gewerb­lichen Bereich: Hier haben 2008 insgesamt 9,1 Prozent mehr junge Leute eine Lehre begonnen. Auch in der Elektrotechnik kam es mit 11,3 Prozent mehr Verträgen zu einem kräftigen Plus. Der Einzelhandel als einer der größten Ausbilder im kaufmännischen Bereich meldete dagegen nach einem starken Vorjahr nur noch einen Zuwachs von 1,7 Prozent. Im Bereich Hotel- und Gaststätten nahmen die Ausbildungszahlen dagegen sogar um 3,1 Prozent ab. Sonstige kaufmännische Berufe als die größte Gruppe in diesem Bereich - dazu gehören etwa die Bürokaufleute - legten dagegen um 3,0 Prozent zu.

Trotz der dunklen Wolken am Konjunkturhimmel sei bislang noch keinerlei Nachlassen in der Ausbildungsbereitschaft bei den Betrieben zu erkennen, betonte IHK-Chef Driessen. Angesichts des demografischen Wandels in ganz Deutsch­land, der in den nächsten Jahren den Wettbewerb der Betriebe um die schrumpfende Zahl von Schulabgängern verschärfen wird, rief Driessen die Betriebe und Schulen zu weiteren Anstrengungen auf.

"Die Unternehmen sind mehr als je zuvor gezwungen, die geeigneten Fachkräfte selbst heranzuziehen, um ihren wirt­schaftlichen Erfolg nachhaltig zu sichern", sagte Driessen. Das Schulsystem müsse angesichts der stetig sinkenden Schülerzahlen die Quote der jungen Leute ohne Schulabschluss drastisch senken und die Ausbildungsreife aller Absolventen sicherstellen.