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Pressemitteilung BoxID: 247080 (IHK München und Oberbayern)
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100 Jahre BIHK: Greipl fordert Besinnung auf ehrbaren Kaufmann

(PresseBox) (München, ) Die bayerischen IHKs werden sich dafür einsetzen, dass Fairness und Nachhaltigkeit im Wirtschaftsleben des 21. Jahrhunderts kein Wunschdenken bleiben. Das sagte Erich Greipl, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags, BIHK, anlässlich des Festaktes zum 100. Jahrestag des BIHK. "Unser gesetzlicher Auftrag, für die Wahrung von Anstand und Sitte des ehrbaren Kaufmanns zu wirken, mag in manchen Ohren antiquiert oder gar anmaßend klingen, er ist aber schlichtweg authentisch", betonte Greipl in seiner Festrede vor rund 150 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft.Das zeige die derzeitige Krise.

Aufgabe der IHKs sei es deshalb, Missstände und Verwerfungen mitsamt deren zersetzenden Folgen im Wirtschaftsleben aufzuzeigen. Wer beispielsweise als Kapitaleigner, Unternehmer oder Manager regelmäßige Eigenkapitalrenditen von deutlich über 20 Prozent einfordere, wer risikoreiche Investments so oft ein- und umpacke, dass der Kern dieser Mogelpackung nicht mehr zu erkennen sei, wer so ein Vorgehen auch noch mit besten Ratingbewertungen belohne, wer Bonuszahlungen bei Mitarbeitern streiche und gleichzeitig für sich selbst einfordere, wer seine Marktposition schamlos ausnutze, der provoziere geradezu das staatliche Eingreifen. "Wer so agiert, ramponiert das öffentliche Ansehen des Unternehmertums und legt letztlich die Axt an die Wurzeln unserer freiheitlichen marktwirtschaftlichen Ordnung", sagte der BIHK-Chef. Der ehrbare Kaufmann sei Garant für eine funktionierende Soziale Marktwirtschaft, in der der Staat nicht alles und jedes regeln müsse.