IHK fordert Ausbau von Wasserstraßen

Binnenschifffahrt für Gütertransport in Norddeutschland elementar

(PresseBox) ( Lüneburg, )
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg macht sich für einen Ausbau der Binnenwasserstraßen stark. "Binnenschiffe sind für den Gütertransport ins Hafenhinterland elementar. Allerdings ist der Zustand der dafür notwendigen Infrastruktur besorgniserregend", sagte Olaf Kahle, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, jetzt anlässlich einer Vortragsveranstaltung zur Zukunft der Binnenschifffahrt im Rahmen der IHK Nord Infrastrukt(o)ur: "Dringend notwendig ist der Ausbau der Schleuse in Scharnebeck."

Mehr als 100 Gäste folgten den Ausführungen der Referenten in der IHK Lüneburg. Stefanie Kullmann von der Hamburg Port Authority (HPA) und Alexander Anders, Sprecher für die Elbe Allianz e.V., gaben einen Eindruck von den zu erwartenden Gütermengen für den Hamburger Hafen. Die HPA rechnet mit einem Warenumschlagsvolumen von 296 Millionen Tonnen bis 2025. Zum Vergleich: 2010 zählte die HPA 121,2 Millionen Tonnen. Das Beispiel zeigt, dass die Binnenwasserstraßen in Norddeutschland künftig stärker genutzt werden, auch um Straßen- und Schienenverkehr nicht über die Maßen zu belasten. Erforderliche Erweiterungen sollen in ein "Gesamtkonzept Elbe" eingebunden werden, das den Fluss, den Elbe-Seitenkanal (ESK) und den Elbe-Lübeck-Kanal (ELK) berücksichtigt.

Die Binnenschifffahrt ist für den europaweiten Güterverkehr bedeutsam, betonte Dimitrios Theologitis von der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission. Um die Bedingungen zu verbessern, wird 2014 das Aktionsprogramm NAIADES fortgesetzt. Zugleich fördert die EU Maßnahmen, die dazu dienen, Engpässe zu beseitigen.

Ein solcher Engpass ist aktuell die Schleuse in Scharnebeck. Prof. Dr. Jan Ninnemann von der Hanseatic Transport Consultancy (HTC) präsentierte die Ergebnisse des im Auftrag der IHK erstellten Gutachtens zum Transportpotenzial auf dem Elbe-Seitenkanal: Mit einem Schleusenneubau ist eine deutliche Steigerung der Transportmenge von aktuell etwa 8,5 Millionen auf 16,5 Millionen Tonnen pro Jahr möglich.

In der anschließenden Diskussion wurde erneut deutlich, wie stark sich die Wirtschaft für einen Neubau in Scharnebeck einsetzt. Die breite Unterstützung von Wirtschaft, Verbänden und Politik nimmt die IHK zum Anlass, einen Verein zu gründen. Erste Ziele: die Forderung der Region nach einem Schleusenneubau und dem Ausbau des ESK gezielt nach Berlin zu transportieren.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.