Weniger Bürokratie, deutlich mittelstandsfreundlicher: IHK erreicht Verbesserungen bei der E-Bilanz

(PresseBox) ( Villingen-Schwenningen, )
Die E-Bilanz (Elektronische Bilanz) wird in wesentlichen Punkten nachgebessert. Dies ist vor allem für kleine und mittelständische, bilanzierungspflichtige Unternehmen eine gute Nachricht, denn die E-Bilanz soll mittelstandsfreundlich umgesetzt werden.

Die nun erreichten Änderungen sind Ergebnis des beharrlichen Einsatzes der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und mittelständischen Unternehmen aus der Region. Auf Vermittlung von Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung, konnte Ende April eine Delegation aus dem Südwesten unter Leitung von IHK-Präsident Dieter Teufel ihre Kernforderungen zur Nachbesserung der E-Bilanz in Berlin vor Vertretern des Bundesfinanzministeriums (BMF) unter Führung des Parlamentarischen Staatssekretärs Hartmut Koschyk vorbringen. "Wir freuen uns, dass sich mit Unterstützung von Ernst Burgbacher und dem BMWi wesentliche unserer Forderungen nun in den geplanten Änderungen der E-Bilanz niederschlagen", sagt Dieter Teufel.

Im Einzelnen bedeuten die Änderungen, dass insbesondere kleinere Unternehmen statt der von der Finanzverwaltung vorgegebenen umfangreichen Gliederung (Taxonomie) Auffangfelder benutzen können, die sich ohne weiteres aus der bestehenden Buchführung ableiten lassen. Die Auffangfelder, die zunächst nur für einen Übergangszeitraum vorgesehen waren, sollen nach Angaben des Bundesfinanzministeriums nun dauerhaft festgeschrieben werden. Ohne diese Auffangpositionen hätte selbst der Kioskbetreiber an der Ecke, der sein Unternehmen in der Form einer GmbH führt, die gleichen formalen Anforderungen bei der E-Bilanz wie Siemens oder Bosch erfüllen müssen. Statt wie bisher drei Seiten abzugeben, hätte er sich durch ein Datenschema von 62 Seiten kämpfen müssen.

Die E-Bilanz wird dabei in der Regel für Wirtschaftsjahre ab 2013 verpflichtend, muss also mit der Steuererklärung frühestens 2014 abgegeben werden. Genügend Zeit um sich nun mit der betrieblichen Umsetzung zu befassen.

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings, denn die von IHK und Mittelstand geforderte Schaffung einer Möglichkeit zur Einreichung der E-Bilanz über eine Internetplattform wurde vom BMF wegen des hohen technischen Aufwands strikt zurückgewiesen. Insgesamt sind die nun vorgenommenen Änderungen geeignet, das eigentliche Ziel, nämlich eine Entbürokratisierung des Steuerverfahrens, zu erreichen.
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