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Pressemitteilung BoxID: 235130 (IHK Flensburg)
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Neue Verkehrspläne in Dänemark: IHK Flensburg begrüßt stärkere Einbeziehung der Grenzregion

(PresseBox) (Flensburg , ) Im Dezember 2008 hatte das Deutsch-Dänische Regionalmanagement der IHK Flensburg gemeinsam mit dem Entwicklungsrat Sønderjylland zu einer Infrastrukturkonferenz eingeladen. Nun zeigen die Aktivitäten Wirkung: Bislang waren im Regierungsentwurf zum Infrastrukturplan Dänemarks keine Maßnahmen im Süden Dänemarks vorgesehen und eine weitere Abstimmung mit den deutschen Partnern als nicht notwendig erachtet worden. Der jetzt zwischen Regierung und Parlament ausgehandelte Kompromiss beinhaltet dagegen einige für die Grenzregion wichtige Elemente.

So wird nun doch geprüft, inwieweit ein Ausbaubedarf der Jütlandroute besteht. Dazu will die dänische Regierung mit der deutschen Seite Kontakt aufnehmen. Neben der A7, beziehungsweise E45 als Hauptschlagader des Verkehrs nimmt der neue Plan auch die Route 11 an der dänischen Westküste ins Visier. Der Schienenverkehr zwischen Vamdrup und Vojens soll zweigleisig ausgebaut werden, so dass ein Engpass im grenzüberschreitenden Verkehr beseitigt wird. Schließlich wird der Autobahnzubringer von Sønderborg zur E45/A7 bis 2013 realisiert.

"Die enge Zusammenarbeit mit unseren dänischen Partnern hat Wirkung gezeigt. Die Änderungen im dänischen Verkehrsplan bis 2020 machen deutlich, dass wir einiges für die Region bewirken können, wenn wir gemeinsam daran arbeiten", sagte Ulrich Spitzer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg.

Wie er kurz vor Weihnachten in einem Interview mit der dänischen Zeitung Jyske Vestkysten zugab, war Transportminister Lars Barfoed von der dynamischen Diskussion während der Flensburger Infrastrukturkonferenz beeindruckt.

Vor rund 160 deutschen und dänischen Wirtschaftsvertretern, sämtlichen Folketingsabgeordneten aus Süddänemark und vielen deutschen Politikern hatte er den damaligen Regierungsentwurf der dänischen Verkehrsplanungen vorgestellt. Darin war kaum ein Verkehrsprojekt im deutsch-dänischen Wirtschaftsraum enthalten. Gemeinsam wiesen Kieler Staatskanzlei, der Entwicklungsrat Sønderjylland und die IHK Flensburg darauf hin, dass die prognostizierten Verkehrszunahmen im Grenzraum einen Ausbau der Jütlandroute unumgänglich machten. Eine deutsch-dänische Verkehrskommission sei in dieser Situation notwendig, um die Verkehrsplanungen beider Länder abzustimmen.

Die IHK Flensburg teilte mit, dass sie durch den dänischen Kurswechsel eine deutliche Verbesserung der Perspektive für die Grenzregion sehe. Mit der Kieler Landesregierung sei man ebenfalls einem engen und konstruktiven Dialog zum Ausbau der Infrastruktur und blicke deshalb optimistisch in die Zukunft.

"Eine abgestimmte Infrastrukturplanung ist in einer wirtschaftlich so eng vernetzten Region wie Sønderjylland-Schleswig eine Grundvoraussetzung für ökonomischen Erfolg. Die Tatsache, dass dies jetzt auf beiden Seiten der Grenze erkannt wird, ist der größte Gewinn für unsere Region", so Ulrich Spitzer mit Blick auf die zu schaffende deutsch-dänische Expertenrunde.