Zeitarbeit bleibt Arbeitsmarktbrücke

Beschäftigungschancen mit Tarif-Mindestlohn sozial absichern

(PresseBox) ( Münster, )
Die Aktuelle Arbeitslosenstatistik belegt erneut: Zeitarbeit schafft vielfach neue Beschäftigungschancen – über 25 Prozent der neuen Stellen sind von Personaldienstleistern angeboten worden. Insoweit begrüßt der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), in dem 1.200 mittelständische Zeitarbeitsfirmen organisiert sind, den Beschluss des Präsidiums der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) vom 28. Januar "Flexibilität schafft Beschäftigung". "Die Zeitarbeitsbranche hat in der Tat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Arbeitsmarkt insgesamt wieder in Schwung gekommen ist", erklärte iGZ-Bundesgeschäftsführer Werner Stolz.

Deshalb seien die Forderungen von einzelnen Gewerkschaftsvertretern und Teilen der SPD nach einer Veränderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes schädlich für die Konjunktur und Gift für die Beschäftigung, so der iGZ. Die von Kritikern geforderten neuen Reglementierungen, wie etwa die Begrenzung der Überlassungsdauer oder die Einführung eines ausnahmslosen "Equal Pay" würden schrittweise die mit der Zeitarbeit verbundenen Perspektiven vieler Menschen wieder nachhaltig erschweren.

Zugleich bekräftigte Stolz den Willen der mittelständischen Zeitarbeitsunternehmen im Arbeitgeberverband, die erreichten Tarif-Sozialstandards durch den Gesetzgeber absichern zu lassen. Gute Grundlage hierfür sei der jetzt vorgelegte Entwurf des Bundesarbeitsministeriums zur Erweiterung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes. Auf Anfrage des iGZ erklärte der Obmann der CDU / CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Stefan Müller, in einem Antwortschreiben, wenn die Tarifparteien iGZ und der BZA zusammen mit den DGB-Gewerkschaften bis Ende März einen Antrag auf Aufnahme ins Entsendegesetz stellen, stünde der Einführung eines Mindestlohnes in der Zeitarbeitsbranche vom Grundsatz her nichts im Wege. Kriterien für die sachgerechte Auflösung der Tarifkonkurrenz würden derzeit abgeklärt. Ein diesbezüglicher Mindestlohn - Tarifvertrag zwischen den beiden großen Zeitarbeitgeberverbänden und den DGB-Gewerkschaften, die zusammen fast zwei Drittel der Zeitarbeitsbeschäftigten repräsentieren, liegt bereits vor. Dieser sieht einen Mindestlohn von 7, 31 Euro (West) und 6, 36 Euro (Ost) vor.

"Dieser marktgerechte Tarif-Branchenmindestlohn gefährdet nicht die Integrationschancen der Zeitarbeit für viele Arbeitssuchende, sondern bietet den Beschäftigten Schutz vor Lohndumping", stellte Stolz fest. Die Bundesregierung solle nun die erforderlichen Gesetzesänderungen zügig beschließen und die überfällige Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Entsendegesetz ermöglichen.
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