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Pressemitteilung BoxID: 594621 (IG Metall Küste)
  • IG Metall Küste
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  • 20097 Hamburg
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Weitere 15.600 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreiks an der Küste

5.000 Metaller bei Kundgebung in Hamburg

(PresseBox) (Hamburg, ) Die IG Metall hat die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie an der Küste fortgesetzt. Schwerpunkt war heute, Dienstag, die Region Hamburg, wo 14.000 Beschäftigte aus etwa 50 Betrieben ganztägig die Arbeit niederlegten. An drei Demonstrationszügen und der zentralen Kundgebung auf dem Spielbudenplatz in Hamburg beteiligten sich 5.000 Beschäftigte. "Wir erwarten in der nächsten Verhandlungsrunde ein deutlich verbessertes Angebot, sonst müssen die Arbeitgeber mit weiteren Warnstreiks rechnen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste auf der Kundgebung in Hamburg.

Weitere Proteste gab es in Lübeck und Nordwestniedersachsen. In Lübeck beteiligten sich insgesamt fast 1.000 Beschäftigte von Gabler, den Dräger-Betrieben und Baader an Warnstreiks. In Nordwestniedersachsen waren insgesamt rund 600 Beschäftigte aus sechs Betrieben dem Aufruf zu kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen gefolgt: bei Brötje Automation in Wiefelstede, der Eisengießerei Dinklage, Atlas Weyhausen in Wildeshausen und Leda in Leer. In Emden beteiligen sich 185 Mitarbeiter der beiden Thyssen Krupp Betriebe: Emder Werft- und Dockbetriebe sowie Blohm und Voss Naval an dem Warnstreik.

Insgesamt beteiligten sich im Bezirk Küste in der ersten Welle insgesamt 37.000 Beschäftigte an Warnstreiks. "Wir werden jetzt zunächst die dritte Verhandlungsrunde abwarten. Sollte es dann keine Einigung geben, werden wir kurzfristig mit weiteren Arbeitsniederlegungen und Protesten reagieren", so Geiken. Nächster Verhandlungstermin ist der 13. Mai in Hamburg.

Die IG Metall Küste fordert in den Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Nordwestniedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Weiteres Thema sind Zuschüsse für Auszubildende, die zur Berufsschule teilweise extrem weite Wege zurücklegen müssen.