Mehr als 900 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreiks bei REpower

Schmoliner: "Beschäftigte wollen endlich einen Tarifvertrag"

(PresseBox) ( Hamburg, )
Mehr als 900 Beschäftigte des REpower-Konzerns haben heute teilweise für mehrere Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Mit den Warnstreiks treten sie für einen Tarifvertrag ein, den das Unternehmen auch gestern in der fünften Verhandlung mit der IG Metall verweigert hatte. "Die große Beteiligung ist ein eindrucksvolles Signal an den Arbeitgeber: Die Beschäftigten wollen endlich einen Tarifvertrag, der für mehr Gerechtigkeit und Transparenz bei der Bezahlung sorgt", sagte Tarifsekretärin Stephanie Schmoliner, die die Verhandlungen für die IG Metall-Bezirke Küste und Berlin-Brandenburg-Sachsen führt.

Sie forderte das Unternehmen auf, den Weg für den Abschluss eines Tarifvertrages endlich frei zu machen: "Am 17. Oktober treffen wir uns mit der Geschäftsführung zur sechsten Verhandlungsrunde. Dann erwarten wir eine Unterschrift unter den Vertrag, sonst wird sich der Konflikt weiter verschärfen", erklärte Schmoliner auf einer Kundgebung in Bremerhaven, an der sich 500 Beschäftigte von REpower und PowerBlades beteiligten.

Weitere Kundgebungen gab es in Schleswig-Holstein in Husum mit 130 Teilnehmern und in Osterrönfeld, wo sich 130 Beschäftigte - überwiegend Ingenieure - an einem Warnstreik-Spaziergang über das Betriebsgelände beteiligten. In Eberswalde und Trampe in Brandenburg waren insgesamt 80 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall gefolgt. Redner bei der Frühschicht war Olivier Höbel, Bezirksleiter IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Darüber hinaus beteiligten sich bundesweit mehr als 100 Monteure der REpower Systems GmbH wie zum Beispiel an den Stützpunkten in Osnabrück, Erfurt, Aachen, Hannover, Ostrohe und Langen-Debstedt an den Warnstreiks. Und es gab sogar international Proteste: Zum Beispiel auf einem Stützpunkt in Frankreich wurde zeitweise die Arbeit niedergelegt.

Die IG Metall fordert eine stufenweise Anerkennung der Tarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie sowie einen Tarifvertrag für die Rufbereitschaft der Servicetechniker. Betroffen sind rund 1800 Beschäftigte der REpower Systems SE in Bremerhaven, Hamburg, Husum, Osterrönfeld, Trampe und Eberswalde, der REpower Systems GmbH mit diversen Serviceniederlassungen sowie der PowerBlades GmbH in Bremerhaven, die alle zum indischen Suzlon-Konzern gehören.
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