PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 789768 (IG Metall Küste)
  • IG Metall Küste
  • Kurt-Schumacher-Allee 10
  • 20097 Hamburg
  • https://www.igmetall-kueste.de
  • Ansprechpartner
  • Heiko Messerschmidt
  • +49 (40) 280090-43

Bau von Kreuzfahrtschiffen: IG Metall Küste sieht große Chancen für deutsche Werften

Geiken: "Europäische und deutsche Werften haben das Know-how"

(PresseBox) (Hamburg, ) Die IG Metall Küste sieht große Chancen im Kreuzfahrtschiffbau für die deutschen Werften. Eine Analyse der Agentur für Struktur- und Personalentwicklung (AgS) im Auftrag der Gewerkschaft zeigt, dass der Markt wieder fast ausschließlich in europäischer Hand ist und mit der Meyer Werft und der Lloyd Werft Gruppe künftig zwei bedeutende Gruppen mit rund 5.500 Beschäftigten in Deutschland mit der Fertigung und Ausstattung von Kreuzfahrtschiffen für Arbeit sorgen. Hinzukommen mehrere Tausend  Arbeitsplätze bei Zulieferern.

„Nach den massiven Problemen beim Bau von zwei Aida-Schiffen bei Mitsubishi in Japan sind die Versuche der asiatischen Konkurrenz, in den stark wachsenden Markt einzusteigen, vorerst gescheitert“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Die europäischen und deutschen Werften haben das Know-how in diesem hochspezialisierten Bereich: Sie verfügen über langjährige Erfahrung, hohe Kompetenz beim Design und vor allem ein dichtes und wettbewerbsfähiges Zulieferernetz, das die geforderten Standards erfüllen kann.“     

Die Zahl der Aufträge hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Aktuell stehen in den Büchern der Werften 55 Kreuzfahrtschiffe, davon nur eines in Asien. Etwa 30 Prozent der Aufträge entfallen auf die beiden deutschen Werftengruppen.

„Nach der Übernahme von Nordic Yards in Mecklenburg-Vorpommern, die sich auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen für den künftigen Mutterkonzern Genting ausrichtet, dürfte dieser Anteil weiter steigen“, so Bezirksleiter Geiken. „Die Beschäftigen in Bremerhaven, Rostock-Warnemünde, Stralsund und Wismar erwarten, dass nun möglichst bald die Strukturen geschaffen werden, damit die Konstruktion und der Bau der Schiffe starten können.“

In der deutschen Schiffbauindustrie arbeiten insgesamt rund 90.000 Menschen, davon 15.600 Beschäftigte direkt auf den Werften.

Die Analyse finden Sie auf www.igmetall-kueste.de.