ifo Institut: Trumps Austritt "Weckruf für andere Nationen"

München, (PresseBox) - Das ifo Institut hat den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen als „äußerst bedauerlich“ bewertet. „Er kann aber als Weckruf an die Weltgemeinschaft angesehen werden“, sagte Prof. Dr. Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und erschöpfbare Ressourcen. “Die führenden globalen CO2-Emittenten sollten dies zum Anlass nehmen, ihre Klimaschutzpolitik zu koordinieren und ihre Zusammenarbeit zu institutionalisieren. Dies sollte allerdings nicht bedeuten, die USA dadurch aus ihrer globalen Verantwortung zu entlassen, indem andere Staaten ihre Reduktionsverpflichtungen übernehmen. Auch ohne die USA würde eine Kooperation der größten Emittenten ungefähr 50 Prozent der globalen Emissionen erfassen.“

Da die Einhaltung des Pariser Abkommens nicht eingeklagt werden kann, ist sie auf die Bereitschaft der Vertragspartner angewiesen, die Emissionsminderungen individuell umzusetzen. Entscheidend wird daher sein, welche Folgen der US-Austritt auf die Umsetzung des Abkommens auf den nationalen Ebenen hat. Hier könnte eine internationale Kooperation, zunächst der größten Emittenten, wichtige Signale setzen“, sagte Pittel.

Ein grenzüberschreitender Reduktionsmechanismus würde nicht nur die Kosten des Klimaschutzes reduzieren, sondern auch die Hürden für einen Ausstieg aus den individuellen Klimazielen stark erhöhen. Die Ergänzung eines solchen Mechanismus durch die Erfassung von Importen, z.B. im Rahmen eines Grenzsteuerausgleichs, könnte zudem Anreize für andere Staaten setzen, einer solchen Kooperation beizutreten.

Bei Rückfragen: Prof. Dr. Karen Pittel, 089/ 9224 1384; Pittel@ifo.de

Weitere Termine:
Münchner Seminar mit Prof. Dr. Peter Tufano (Oxford) am Montag, 19. Juni
ifo Geschäftsklimaindex am Montag, 26. Juni
ifo Jahresversammlung am Mittwoch, 28. Juni
Münchner Seminar mit Prof. Dr. Andreas Peichl am Montag, 10. Juli

ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Über das ifo Institut Information und Forschung: Dafür steht das ifo Institut seit seiner Gründung im Januar 1949. Es hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins und ist als gemeinnützig anerkannt. Das ifo Institut ist eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Europa und zugleich das in den deutschen Medien am häufigsten zitierte. Es ist durch einen Kooperationsvertrag eng mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) verbunden und hat seit 2002 den Status eines "Instituts an der Universität München". In der CESifo-Gruppe kooperiert das ifo Institut sehr eng mit dem Center for Economic Studies (CES) und der CESifo GmbH. CESifo ist auch die Marke, unter der die internationalen Aktivitäten der gesamten Gruppe gebündelt werden.

Verantwortlich im Sinne des § 5 TMG: ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrags: Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest.

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