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Pressemitteilung BoxID: 647647 (IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.)
  • IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
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Ingenieurausbildung muss die digitale Zukunft Deutschlands sicherstellen

(PresseBox) (Bonn, ) Die Hochschulen in Deutschland nehmen ihre Verantwortung für eine qualitätsvolle Ingenieurausbildung durchaus wahr. Dennoch besteht nach Meinung der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) Handlungsbedarf: Es müssen mehr junge Menschen für das Ingenieurstudium begeistert werden, Ausstattung und Curriculum der Hochschulen müssen auf hohem Niveau gehalten werden, die Hochschulen müssen das Promotionsrecht erhalten und das Bild des Ingenieurs in der Öffentlichkeit muss motivierend für Studienanfänger sein. Zudem muss die Politik die Ingenieurausbildung fördern, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich muss aufgehoben werden.

Deutschland steht insgesamt vor einem riesigen Fachkräftemangel. Im Ingenieurbereich liegt die Arbeitskräftenachfrage laut VDI-Ingenieurmonitor weiterhin auf einem hohen Niveau. Gerade in der Informations- und Kommunikationstechnik sind Ingenieure gefragt, denn kaum eine andere Branche verändert sich so schnell und hat so viel Einfluss auf unseren Alltag wie diese.

Dabei genießt der Beruf des Ingenieurs mit Platz 5 auf der Allensbacher Berufsprestigeskala eine hohe Wertschätzung. Dennoch ist das damit verbundene Tätigkeitsprofil oft unbekannt und das Bild des Ingenieurberufes in der Öffentlichkeit häufig veraltet, so die These des nationalen MINT-Forums (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Dabei haben Ingenieurleistungen eine hohe Bedeutung für die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit sowie für die daraus entstehende hohe Wertschöpfung. Das Bild Ingenieurs muss daher in der Schule und bei den Eltern verbessert werden, damit die Attraktivität des Ingenieurstudiums erhöht wird.

Vorbild könnte nach Auffassung der IfKom das Vorgehen der USA sein. Diese haben die Ausbildung von Ingenieuren jüngst zur nationalen Priorität erhoben, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Volkswirtschaft zu stärken. Eine ähnliche Prioritätensetzung halten die IfKom auch in Deutschland für erforderlich. Zudem würde eine Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich eine bessere Abstimmung und flexiblere Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen. Die deutliche Mehrheit von CDU/CSU und SPD im Bundestag hätte die Möglichkeit dazu, das Grundgesetz entsprechend zu ändern. Die IfKom fordern die sonst so auf die Sachinhalte fokussierten Politiker auf, auch hier den Nutzen in der Sache vor die Eigeninteressen der Länder oder des Bundes zu stellen.

Anlässlich seiner Sitzung am 14. Dezember 2013 in der Hochschule für Telekommunikation in Leipzig betonte der IfKom-Bundesvorstand die Notwendigkeit der ständigen Weiterentwicklung des Ingenieurstudiums. Das Studium zum Ingenieur oder Bachelor of Engineering muss neben natur- und technikwissenschaftlichen Inhalten auch Kreativität, vernetztes Denken und andere Managementfähigkeiten enthalten. In der Hochschule für Telekommunikation Leipzig sei das in hervorragender Weise umgesetzt worden.

Die IfKom begrüßen angesichts der zunehmenden Bedeutung der IT-Sicherheit ausdrücklich die Bestrebungen der Hochschulen, eigene Studiengänge für IT-Sicherheit einzurichten oder zumindest Schwerpunktmodule in die jetzigen Studiengänge einzubauen.

Die Ingenieure für Kommunikation werden auch weiterhin die Arbeit der Hochschulen aktiv unterstützen. Mit der Vergabe von Preisen an verschiedenen Hochschulen in Deutschland heben die IfKom die Arbeit von Studenten und Professoren sowie das Engagement von Hochschulen hervor. Die Vergabe eines IfKom-Preises im Hochschulbereich, unter anderem auch an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig, soll Anerkennung für die Preisträger und Vorbild für andere sein. Es müssen mehr junge Menschen dazu bewegt werden, ein Ingenieurstudium aufzunehmen, damit Deutschland seine Position in der technischen Entwicklung und im globalen Wettbewerb verbessern kann!

IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder - Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder - gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.