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Pressemitteilung BoxID: 721879 (IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.)
  • IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
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IfKom: IT-Sicherheit ist internationale Herausforderung und betrifft jeden Bürger

(PresseBox) (Bonn, ) Die Ingenieure für Kommunikation (IfKom) setzen auf stärkere Aufklärung der Bürger und der Unternehmen über die Risiken der Informationstechnologie. Zugleich fordern sie von der Bundesregierung, im laufenden Gesetzgebungsverfahren zum IT-Sicherheitsgesetz auf eine Harmonisierung mindestens innerhalb der EU zu achten, um Rechtsunsicherheit und wiederholte Anpassungen zu vermeiden.

Als Berufsverband der Informations- und Kommunikationswirtschaft fördern die IfKom neue Technologien, weisen aber auch auf Risiken hin. Es ist aus Sicht der IfKom höchst bedenklich und schwächt den Wirtschaftsstandort Deutschland, wenn Sicherheitsmaßnahmen von Unternehmen ignoriert und Firmengeheimnisse auf einfache Weise z. B. durch Schadsoftware ausspioniert werden können. Ebenso riskant ist für jeden Anwender die Vernachlässigung einfacher Vorsichtsmaßnahmen wie Virenschutz und regelmäßige Sicherheitsupdates für die eigene Software. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) spricht bereits von "Digitaler Sorglosigkeit", obwohl andererseits viele Anwender betonen, ihr Vertrauen in die IT sei erschüttert. Das belegt eine Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet, nach der 39 % der Befragten angaben, sie fühlten sich bei ihren Aktivitäten unsicherer als zuvor.

Die IfKom begrüßen daher auch die Bemühungen der Bundesregierung, durch ein IT-Sicherheitsgesetz die so genannten kritischen Infrastrukturen in Deutschland unter besonderen Schutz zu stellen. Angriffe auf Infrastrukturen, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der Versorgung der Bevölkerung wesentlich sind, müssen selbstverständlich bestmöglich geschützt werden. Da dies jedoch nicht nur Deutschland betrifft, ist auch die EU zeitgleich mit der Formulierung einer Richtlinie für Netz- und Informationssicherheit befasst. Die IfKom fordern daher eine Einigung auf internationaler Ebene. Auch der Verband der Deutschen Internetwirtschaft "eco" warnt vor einem "Flickenteppich" unterschiedlicher nationaler Vorgaben zur IT-Sicherheit. Dies könne zu erheblicher Rechtsunsicherheit bei betroffenen Unternehmen führen. IT-Sicherheit sei eine grenzüberschreitende Herausforderung, die nach europäischen beziehungsweise globalen Lösungen und Standards verlange.

Die IfKom fordernd daher die Bundesregierung auf, ihren Gesetzesentwurf mit den europäischen Partnern abzustimmen. Die Festlegung, welche Infrastrukturen unter das IT-Sicherheitsgesetz fallen, ist sorgfältig vorzunehmen. Klärungsbedürftig ist insbesondere, inwieweit Internetdienste vom einfachen Blog bis zum weltweit agierenden Social-Media Dienst einbezogen werden sollten.

Aber auch außerhalb der kritischen Infrastrukturen besteht Handlungsbedarf. In Deutschland gibt es jeden Monat mindestens eine Million Infektionen durch Schadprogramme. Nicht nur viele Bürger, sondern auch die Wirtschaft unternimmt zu wenig, um sich davor zu schützen. BSI-Präsident Michael Hange appelliert an die deutsche Wirtschaft, ihre Anstrengungen für die digitale Sicherheit deutlich zu verstärken. Die IfKom teilen diese Einschätzung und fordern alle Fach- und Führungskräfte aus der IT auf, ihre Fachkompetenz in einen erhöhten Schutz der Informations- und Kommunikationstechnik einzubringen.

IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder - Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder - gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.