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Pressemitteilung BoxID: 729931 (IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.)
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IfKom: Deutschland braucht dringend mehr digitale Souveränität

(PresseBox) (Bonn, ) Für den Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) zeigen die aktuell veröffentlichten Ergebnisse zum Vernetzungsgrad von Wirtschaft und Gesellschaft sowie zum Grad der Digitalisierung dringenden Handlungsbedarf an. Wenn der EU-Vergleich Deutschland nur auf Platz 10 einordnet und zusätzlich in Deutschland der Digital-Index einer Studie der Initiative D21 einen Mittelfeld-Wert von 51,3 Punkten ausweist, ist die Bundesrepublik nach Auffassung der IfKom noch sehr weit von den Zielen der digitalen Agenda der Bundesregierung entfernt.

Die EU-Kommission vergleicht die digitale Kompetenz in ihren Mitgliedsstaaten, indem sie unter anderem die Verfügbarkeit schneller und erschwinglicher Breitbandverbindungen, Internetkompetenzen, Nutzung von Online-Angeboten sowie die Verbreitung digitaler öffentlicher Dienste (z. B. E-Government und E-Health) bewertet.

Innerhalb Deutschlands misst die Studie D21-Digital-Index die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung, ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet.

Die Digitale Agenda 2014 bis 2017 der Bundesregierung will die Chancen der Digitalisierung für Wirtschaft und Bevölkerung umsetzen und Deutschland im europäischen und internationalen Vergleich als Innovator und Leistungstreiber etablieren.

Die Ingenieure für Kommunikation (IfKom) sehen dieses Ziel der digitalen Agenda aufgrund der jüngsten Vergleichsergebnisse nur dann als erreichbar an, wenn Politik und Wirtschaft stärkere Anstrengungen betreiben, die Prioritäten richtig setzen und die Finanzmittel gezielt einsetzen.

Für die IfKom stehen dabei im Fokus: Bildung, flächendeckender Breitbandausbau, Forschung und Produktion von Hard- und Softwareprodukten. Hinzu kommt der öffentliche Bereich, der sich hinsichtlich seiner E-Government-Angebote noch deutlich besser aufstellen kann, um bürgerfreundlicher und effizienter zu handeln. Eine bisher unübersichtlich zerklüftete Landschaft von unterschiedlichen Angeboten und Fachverfahren auf Landes- und Kommunalebene bedarf einer dringenden Überarbeitung.

Die digitale Agenda der Bundesregierung ist nunmehr ein Jahr alt. Die Umsetzung hat aus Sicht der IfKom aber noch nicht das erforderliche Tempo aufgenommen, um Deutschland auf einen der vorderen Plätze im internationalen Vergleich zu heben. Für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes und für die Teilhabe der Bürger an der Digitalisierung ist dies aber die wichtigste Aufgabe für die Politik, an der sich auch die im Markt agierenden Unternehmen beteiligen müssen.

IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder - Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder - gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.