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Pressemitteilung BoxID: 239219 (ifh Göttingen)
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Bedeutung des Meisterbriefes für Existenzgründer im Handwerk geht zurück

Tätigkeitsbericht 2008 des ifh Göttingen gibt Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Instituts

(PresseBox) (Göttingen, ) Nur noch gut jeder vierte Existenzgründer im Handwerk kann einen Meisterbrief vorweisen. Durch die damit verbundene sinkende Bedeutung des Meisterbriefes wird die ursprünglich synonyme Verwendung der Begriffe "Handwerksbetrieb" und "Meisterbetrieb" ausgehöhlt. Das Handwerk in seiner Gesamtheit verliert damit nicht nur eine Qualifikationsbasis, die zum Überleben auf globalisierten Märkten von größter Bedeutung ist, sondern der Imageverlust in der Bevölkerung hat auch negative Auswirkungen auf den gesamten Berufsstand.

Dieses Forschungsergebnis nannte Prof. Dr. Kilian Bizer, Direktor des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichtes 2008 als ein Beispiel für die vielfältigen Forschungsaktivitäten des Institutes. Das ifh Göttingen versteht sich als Kompetenzzentrum für das Handwerk und für Klein- und Mittelbetriebe im Bereich volkswirtschaftlicher Fragestellungen. Der knapp 50-seitige Tätigkeitsbericht gibt anhand kurzer ergebnisorientierter Berichte einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Instituts im abgelaufenen Jahr.

Neben der Untersuchung über die Bedeutung des Meisterbriefes hat das ifh Göttingen im abgelaufenen Jahr eine Reihe weiterer Untersuchungen durchgeführt, wobei einer großer Teil bereits abgeschlossen werden konnte. Finanziert wird die Forschungstätigkeit, die unter dem Dach des Deutsche Handwerksinstitut (DHI) erfolgt, durch Zuwendungen der Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern sowie vom Deutschen Handwerkskammertag. Zusätzlich sei es gelungen, so Prof. Bizer, verstärkt Projektmitteln zu akquirieren. Beispielhaft nannte er ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie über Existenzgründungsdynamik und Unternehmensnachfolge im Thüringer Handwerk und ein Projekt aus Mitteln der Europäischen Union über wirtschaftspolitische Weiterbildung in KMU.

An weiteren Projekten erwähnte Prof. Bizer eine Untersuchung über die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf das deutsche Handwerk. Hier wird eine insgesamt positive Zwischenbilanz gezogen. Mittlerweile sind bereits rund 18.000 deutsche Handwerksunternehmen in den neuen Mitgliedsstaaten der EU tätig. Darüber hinaus setzte sich das ifh Göttingen im letzten Jahr unter anderem mit der Rolle des persönlich haftenden Unternehmers in der Marktwirtschaft und den Marktpotenzialen des Handwerks durch die Einführung des Gebäudeenergieausweises auseinander.

Nähere Einzelheiten und Informationen zu diesen Untersuchungen wie auch zu den zahlreichen weiteren Projekten des ifh Göttingen im letzten Jahr können dem Tätigkeitsbericht des Institutes entnommen werden. Die Suche wird durch ein Schlagwortregister am Ende des Tätigkeitsberichtes und ein Verzeichnis der Veröffentlichungen des Institutes erleichtert.