Interaktive Exponate machen Geschichte erlebbar

BMW Museum

(PresseBox) ( München, )
Über 90 Jahre BMW-Unternehmens- und Entwicklungs-geschichte sind seit Juni 2008 im stark vergrößerten und nun wieder eröffneten BMW Museum zu erleben: Auf 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden den Besuchern auf ihrem Rundgang durch sieben Themenwelten insgesamt 25 Ausstellungsbereiche und 125 Exponate präsentiert. Dass Geschichte dabei äußerst spannend und emotional vermittelt werden kann, belegt die vorrangig multimediale Inszenierung der zahlreichen Exponate. Interaktion und kreative Visualisierung ziehen die Besucher in ihren Bann und sorgen für ein nachhaltiges Museumserlebnis. Die ict Innovative Communication Technologies AG, Kohlberg, zeichnete sowohl für die hardware- als auch vor allem softwareseitige Realisation vieler Exponate verantwortlich. Umfangreiche Programmierungen und Vernetzungen bildeten dabei den Schwerpunkt.

Museumsbereich "Schüssel"

Eine riesige 360°-Projektion bildet das mediale Herz dieses Museumsteils: Bilder von insgesamt 18 Projektoren mit je 10.000 ANSI-Lumen werden hier nahtlos zu einer riesigen Rundum-Projektion zusammengeführt, um die dortigen Wechselausstellungen attraktiv in Szene zu setzen. Der sich bewegende Content "umspielt" die Besucher und zieht sie so in seinen Bann. Über parametrisierte Zuspielszenarien und in Real Time erzeugte Bilder bzw. Animationen ist ein lebendiges und changierendes Szenario gegeben. Neben dem visuellen Erlebnis sorgt ein 64-Kanal-Audiowiedergabesystem (Akusmonium) für ein eindrucksvolles Klangerlebnis. 125 einzeln verbaute Lautsprecher, die von insgesamt 20 kW angetrieben werden, spielen eine beeindruckende Klangcollage ab. Das ict Team realisierte zudem die komplette Lichtsteuerung in der "Schüssel", die synchron zur Projektion gefahren wird. Die Bedienung und Steuerung der gesamten Installationen ist durch eine ict ControlMachine und ein Webpad als mobiles Bedienerinterface sicher gestellt. Durch seine umfangreiche multimediale Ausstattung lässt sich der Raum auch optimal für Veranstaltungen nutzen. So können beispielsweise frei wählbare Teile der Projektionsfläche für Präsentationszwecke bespielt werden. Die Umschaltung erfolgt ebenfalls über die Mediensteuerung.

Museumsbereich "Flachbau"

Im zweiten und neuen Gebäudeteil des BMW Museums, dem Flachbau, bildet der sogenannte "Central Space" den Dreh- und Angelpunkt. Mehrgeschossige Ausstellungskörper, deren zum Central Space hin gewandte Flächen als Medienfassade - bestehend aus LED-Panels hinter satiniertem Glas - vollflächig bespielbar sind, begrenzen diesen 13 m hohen Luftraum. Um und durch diesen Museumsmittelpunkt führt auch die "Besucherstraße", die alle Themenausstellungs-räume miteinander verbindet.

Central Space

Ein ausgeklügeltes Besuchertrackingsystem, das mit der ict Software TouchVision realisiert wurde, begleitet die Besucher hier auf ihrem Weg. Ein Infrarot-Kamerasystem erfasst die Besucher des Central Space und ermittelt so permanent die Besucheranzahl auf bestimmten Museumskoordinaten. In Abhängigkeit von diesen Besucherzahlen und Koordinaten triggert die ict Software Player-Engines an, die auf den videofähigen Außenfassaden reale oder abstrakte Filmsequenzen im schwarz-weiß Modus auslösen. Diese Videozuspielungen, die teilweise mit interaktiven Elementen überlagert werden, lassen die Besucher quasi im Vorbeigehen Teil einer Videoanimation werden. Mit den ermittelten Besucherzahlen steuert ict TouchVision zudem die Lautstärke der insgesamt 210 Lautsprecher am Central Space, die als interaktive Raumklanginstallation eine Soundcollage abspielen. Sind viele Besucher vor Ort, wird die Lautstärke automatisch entsprechend hochgefahren.

Themenwelt "Unternehmen"

Die facettenreiche BMW-Historie, BMW-Kultur und BMW-Chronologie wird in diesem Bereich anhand interaktiver und audiovisueller Elemente vermittelt. An einem 10 m langen, multitouchfähigen "Unternehmenstisch" können bis zu 60 Besucher gleichzeitig Informationen zur BMW-Geschichte generieren. Der interaktive Tisch - momentan der weltweit größte Touchtisch - wird durch zehn lichtstarke Full-HD-Projektoren (Projectiondesign F30) im Hardedge-Verfahren mit Inhalten gespeist. Auf der sensitiven Tischoberfläche können die Besucher per Touch individuell Aktionen auslösen. Die Installation wird mittels einer mehrkanaligen Soundkomposition verstärkt. Durch die Gliederung des "Unternehmenstisches" in Teiltische ist dieser im Laufe der Zeit modular erweiterbar. In dieser Themenwelt bieten zudem weitere Exponate in Form von Hörbüchern auditive Informationen: Hierfür sind auf mehreren Tischen Bücher als haptische Interfaces angebracht, deren aufgeschlagene Buchseiten per Kamera erfasst werden und dann softwareseitig mittels Musterabgleich entsprechende Audio-Files zur jeweiligen Seite auslösen. Die Schallwellen der über dem Hörbuch eingebauten Lautsprecher treffen dabei auf die schallharte Fläche des Buches und werden zum Besucher hin reflektiert - ein auditives Erlebnis vom Feinsten.

Themenwelt "Gestaltung"

Informationen rund um den Designprozess werden in diesem Museumsteil vorgestellt. Schlanke, edle Stelen mit 10" LC Displays offerieren interaktive Informationsmöglichkeiten, beispielsweise zu den präsentierten Tonmodellen. In der "Schatzkammer" dominiert die Formensprache, die anhand von Klassikern verdeutlicht wird: Besucher können hier auf im Boden eingelassene Intarsien treten, um auditive Erklärungen zu den Exponaten zu generieren. Präsenzsensoren erkennen die Besucher und lösen über die ict Software TouchVision den Informationsfluss aus. Dabei ermöglichen in der Decke eingelassenen Panphonics-Lautsprecher mit ihrem präzise kontrollierbaren Abstrahlverhalten eine gerichtete Beschallung zu der Person hin, die die Aktion ausgelöst hat.

Themenwelt "Technik"

Multitouchfähige "Infobars", die wie ein Fries in die Wand integriert sind, dienen in diesem Bereich als Informationsquellen zu den Sujets Motoren bzw. Leichtbau. Mittels Softedge-Doppelprojektion werden dazu Inhalte auf den Sims des Fries projiziert, die vom Besucher interaktiv angewählt werden können. Ein weiteres mediales Element ist eine großflächige, nahtlose 3-fach Projektion mit lichtstarken Projektoren (Projectiondesign F30), die über die Aerodynamik früherer BMW-Modelle informiert.

Themenwelt "Motorsport"

Visuelle Akzente werden hier durch so genannte "Appearing Screens" gesetzt. Dabei zeigen mehrere Reihen von Leuchtkästen, die in den Ausstellungsbau eingebettet sind, emotionale Standbilder, z. B. aus dem Themenbereich "Tourenwagen". Hinter einem der Leuchtkästen aus den Reihen verbirgt sich ein Monitor, der durch einen Präsenzsensor ausgelöst wird und Filmmaterial aus der Szenerie abspielt. Zudem ergänzt eine großflächige Projektion diese Szenerie. In bestimmten zeitlichen Abständen schließt sich der Themenraum und den Besuchern wird ergänzend zu den Bildern ein emotionales Akusmonium geboten, das ein echtes "Rennstrecken-Feeling" entstehen lässt. Die Synchronisation des Raumklangerlebnisses mit den Leuchtkästen und der Projektion erfolgt durch eine ict Mediensteuerung.

Themenwelt "Baureihe"

Eine große Infobar mit sechsfach-Projektion, wie sie in kleinerer Form auch in der Themenwelt "Technik" installiert ist, dient als Medium zur Präsentation der BMW 7er-Reihe. Wie vor einem offenen Schaufenster können die Besucher hier Infos abrufen und auf die dahinter positionierten 7er-Modelle blicken. Motorengeräusche der BMW M-Modelle sind an einem weiteren Exponat zu erleben: Über Kopfhörer können die Besucher den berühmten Sound der BMW M Motoren genießen.

Umfangreiche Software-Programmierungen

Um den Betreibern des BMW Museums einen schnellen und örtlich variablen Zugriff auf die Medientechnik zu gewähren und damit beispielsweise auch individuelle Führungsszenarien zu ermöglichen, konzipierte und entwickelte ict das bisher umgangreichste und durchgängigste Steuerungs- und Bedienkonzept der Firmengeschichte. Basierend auf den bewährten Software-Komponenten ict ControlVision und ict TouchVision wurde ein System geschaffen, das über eine interaktive HTML-Oberfläche die gesamte Ausstellungs- und Gebäudetechnik steuert und überwacht. Über den erstmals integrierten Webserver werden damit nicht nur die zahlreichen Exponate mit ihrer integrierten Sensortechnik und ihren über 120 vollautomatischen Zuspielsystemen gesteuert, sondern auch sämtliche Projektoren des Museums mit Lampenlaufzeiten, Zustands- und eventuellen Fehlermeldungen erfasst und überwacht, alle Lautsprecher- und Audioserverkanäle geregelt und alle über den bauseitigen LON-Bus verwalteten Funktionen wie die von ict programmierten Lichtszenen und -stimmungen sowie Stromkreise geschaltet und zentral überwacht.
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