vbw Index: Konjunktur in Bayern gewinnt allmählich an Fahrt

Gaffal: "Verhaltener Optimismus - Unsicherheiten bleiben"

(PresseBox) ( München, )
Die Konjunktur in Bayern hat nach einem schwachen ersten Halbjahr an Fahrt gewonnen. Dennoch blicken die Unternehmen im Freistaat nur verhalten optimistisch in die Zukunft. Das geht aus dem vbw Index der bayerischen Wirtschaft hervor, der gegenüber dem Frühjahr um elf auf 116 Punkte zulegen konnte. Alfred Gaffal, Präsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erläuterte: "Zwar erwarten wir für die kommenden Monate eine Belebung der Konjunktur. Das Tempo dieser Entwicklung wird aber moderat bleiben. Nach wie vor bestehen Unsicherheiten im In- und Ausland."

Der Lageindex Wachstum verbesserte sich um 13 auf 126 Punkte. Der Prognoseindex Wachstum stieg von 112 auf 123 Punkte. "Dieser moderate Anstieg bei den Aussichten deutet darauf hin, dass es im nächsten Halbjahr nur langsam bergauf gehen wird", so Gaffal. Der Lageindex Beschäftigung fiel im Vergleich zum Frühjahr um fünf auf 108 Punkte. Allerdings kletterte der Prognoseindex Beschäftigung um 19 auf 104 Punkte. "Wir können also eine Besserung auf dem Arbeitsmarkt erwarten", prognostizierte Gaffal.

Um die Wettbewerbsfähigkeit Bayerns zu sichern, mahnte Gaffal die Politik, die richtigen Weichen zu stellen: "Wir brauchen eine Agenda 2020, die den Weg der Agenda 2010 fortsetzt, zum Wohl der Menschen in Bayern." Konkret fordert die vbw, dass bis zum Jahr 2020 Infrastruktur, Arbeit und soziale Sicherung, Bildung, Steuern und Innovationen die Schwerpunkte des politischen Handelns sein müssen. Gaffal: "Die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur muss neu geordnet, deutlich verstärkt und verstetigt werden. Eine weitere wesentliche Aufgabe ist die Schaffung einer effizienten Energieinfrastruktur. Die Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen ist gerade für den Industriestandort Bayern existenziell." Darüber hinaus warnte Gaffal vor höheren oder zusätzlichen Steuern, forderte mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und sprach sich gegen einen undifferenzierten gesetzlichen Mindestlohn aus.

Die konjunkturelle Stagnation im ersten Halbjahr begründete der vbw Präsident mit der anhaltenden Investitionsschwäche. Auch die Exporte haben die Konjunktur im Freistaat laut Gaffal nicht signifikant angetrieben. "Die Ausfuhren in unseren wichtigsten Absatzmarkt USA werden zum Beispiel nicht so stark zulegen wie im vergangenen Jahr, in dem wir einen Rekordzuwachs von +19 Prozent verzeichneten."

Eine grafische Darstellung des vbw Index finden Sie unter
www.vbw-bayern.de/vbw/ServiceCenter/Zahlen-Analysen-Konjunktur/Konjunktur
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