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Hohe Binnenwanderung lindert Bayerns Fachkräftemangel

Brossardt: "Studie 'Arbeitslandschaft 2035' bestätigt die hohe Attraktivität Bayerns

(PresseBox) (München, ) Das breite Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen trägt entscheidend dazu bei, dass seit 20 Jahren deutlich mehr Menschen nach Bayern zu- als abwandern. Zwischen 1991 und 2010 sind per Saldo 679.000 Personen nach Bayern zugezogen. Bayern ist damit dasjenige Land der Bundesrepublik, das am stärksten von der Binnenwanderung profitiert. Das ist ein Teilergebnis der Studie „Arbeitslandschaft 2035“, die die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Mitte Dezember vorgestellt hat.
Auf Platz 2 folgt Baden-Württemberg mit einem positiven Binnenwanderungssaldo von 231.000 Personen. Rheinland-Pfalz hat in den letzten 20 Jahren 217.000 Personen hinzugewonnen, Hessen und Nordrhein-Westfalen jeweils knapp über 150.000.

Auch die Differenzierung nach Altersgruppen unterstreicht Bayerns Attraktivität gegenüber anderen Bundesländern. So verzeichnete der Freistaat im Jahr 2010 in jeder Altersstufe einen positiven Wanderungssaldo. Besonders ausgeprägt ist dieser aber bei den 18- bis 25-Jährigen. „Dies spricht für einen hohen Anteil an Ausbildungszuwanderung. Hier macht sich nicht nur die Attraktivität Bayerns als Wirtschafts- und Lebensraum bemerkbar, sondern es zahlt sich vor allem das große Ausbildungsengagement unserer Unternehmen und die gute Stellung Bayerns als Hochschul- und Wissenschaftsstandort aus“, bewertete vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt dieses Teilergebnis der Studie.

Der positive Binnenwanderungssaldo bei Personen im erwerbsfähigen Alter trägt entscheidend zur Verringerung des Fachkräftemangels in Bayern bei. „Dennoch müssen wir weiter große Anstrengungen unternehmen, damit unsere Unternehmen auch in Zukunft auf das notwendige Reservoir an qualifizierten Mitarbeitern zurückgreifen können. Laut unserer Studie werden in Bayern bis 2020 rund 230.000 Fachkräfte fehlen. Vor allem Stellen für Ingenieure, Mathematiker und Naturwissenschaftler können künftig nur schwer besetzt werden. Hier müssen wir gegensteuern.“

Nach Brossardts Worten kann die Fachkräftelücke geschlossen werden, wenn die Beschäftigungschancen von Arbeitslosen durch eine noch intensivere Arbeitsvermittlung sowie eine gezielte Qualifizierung weiter verbessert, die Erwerbsbeteiligung, vor allem bei Frauen und Älteren, gesteigert sowie die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit erhöht werden. Brossardt: „Wir brauchen eine noch höhere Bildungsbeteiligung. Die Bildungsoffensive muss im frühkindlichen Alter ansetzen und über Schule und Hochschule bis hin zur Stärkung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung reichen. Es darf bei der Bildung niemand auf der Strecke bleiben.“

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