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Erneuter Lufthansa-Streik: vbw warnt vor volkswirtschaftlichem Schaden und Imageverlust

Brossardt: "Lösung am Verhandlungstisch finden"

(PresseBox) (München, ) Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat den erneuten Pilotenstreik bei der Lufthansa scharf kritisiert. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: "Das ist bereits die zehnte Streikwelle seit April. In den bisherigen neun sind rund 7.500 Flüge ausgefallen, über 800.000 Passagiere waren betroffen. Allein in dieser Woche erleben wir bereits die zweite Arbeitsniederlegung der Piloten. Das muss aufhören."

Die Lufthansa steht in starkem internationalen Wettbewerb, insbesondere durch so genannte Billig-Airlines, aber auch durch erfolgreiche aufstrebende Konkurrenten aus den Golfstaaten mit günstigeren Kostenstrukturen wie Emirates, Etihad und Qatar Airways. Die vbw befürchtet daher, dass bei weiter anhaltenden Streikaktionen Verkehrsströme verstärkt über andere internationale Drehkreuze geleitet werden. "Umsteigepassagiere werden vermehrt Wege über Knotenpunkte im Ausland suchen. Da München eines der beiden zentralen Drehkreuze der Lufthansa in Deutschland ist, ist Bayern besonders betroffen. Unserem Land geht mit jedem Streik Wertschöpfung verloren."

Die vbw befürchtet außerdem einen massiven Imageschaden. "Bayern und Deutschland verlieren als Verkehrsdrehscheiben an Zuverlässigkeit. Das können wir uns als stark exportorientiertes Land nicht leisten. Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft steht auf dem Spiel", sagte Brossardt.

Der vbw Hauptgeschäftsführer rief die Vereinigung Cockpit dazu auf, dringend eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen: "Der Streik richtet sich formal gegen das eigene Unternehmen, faktisch aber gegen die Passagiere und viele andere Unternehmen. Wenn einige Wenige eine gesamte Infrastruktur lahmlegen, zieht dies einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden nach sich. Es darf nicht sein, dass aufgrund von Partikularinteressen große Teile unseres Wirtschaftslebens weiterhin beeinträchtigt werden", so Brossardt.

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