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Bayerischer Handwerkstag (BHT): Handwerk zur Bekämpfung der Schwarzarbeit

Traublinger fordert rasches Handeln

(PresseBox) (München, ) Die Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, dass bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit weiterhin dringender Handlungsbedarf besteht", erklärt der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL a. D. Das IW hatte ermittelt, dass fast jeder dritte Deutsche im Jahr 2007 Arbeiten ohne Rechnung vergeben und dafür im Schnitt etwa 1.000 Euro bezahlt hatte. Neben handwerklichen Leistungen wurden vor allem familienunterstützende Dienstleistungen wie Putzen, Hausaufgabenbetreuung oder Gartenarbeit am Finanzamt vorbei abgerechnet.

Das bayerische Handwerk fordert rasches Handeln, um Schwarzarbeit wirksam zu bekämpfen: "Zum einen muss der Gesetzgeber ehrliche Arbeit attraktiver machen. Zum anderen darf Schwarzarbeit nicht als Kavaliersdelikt gesehen werden. Deshalb braucht es auch verstärkte Kontrollen gegen Anbieter und Nachfrager von Schwarzarbeit", fordert Traublinger. Notwendige politische Maßnahmen sind für den BHT-Präsidenten der Ausbau der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen. Derzeit können die Arbeitskosten von Handwerkern bis zu einer Summe von 1.200 Euro pro Jahr von der Steuer abgesetzt werden, während die maximale Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Putzhilfen 4.000 Euro beträgt. Traublinger: "Im Interesse der Verbraucher und unserer Handwerksbetriebe muss der Gesetzgeber hier endlich für Fairness sorgen." Spätestens nach der Bundestagswahl müssten spürbare Maßnahmen umgesetzt werden, um Arbeit in Deutschland bezahlbarer zu machen, indem Steuern und So-zialabgaben nachhaltig gesenkt werden. Traublinger: "Wenn es gelingt, Schwarzarbeit wirksam zu bekämpfen, wirkt sich dies auch positiv auf die Steuer- und Sozialkassen aus." Nur mit einem solchen Maßnahmenbündel könne die Schwarzarbeit sowohl für den, der sie anbietet, als auch für den, der sie nachfragt, unattraktiv gemacht werden.