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Pressemitteilung BoxID: 239042 (ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.)
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Bayerische M+E-Industrie: Auftragseingang und Produktion gesunken

Brossardt: „Tiefpunkt noch nicht erreicht“

(PresseBox) (München, ) Die bayerische Metall- und Elektroindustrie verzeichnete im vierten Quartal 2008 starke Rückgänge bei Auftragseingängen und Produktion. Im Dezember sanken die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresmonat um 22 Prozent. Die Bestellungen aus dem Ausland sind mit minus 26 Prozent wesentlich stärker eingebrochen als die Auftragseingänge aus dem Inland (-14 Prozent). Für das gesamte vierte Quartal 2008 gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19 Prozent zurück. Auch hier haben sich die Bestellungen aus dem Ausland mit minus 20 Prozent stärker verringert als die Inlandsbestellungen mit minus 16 Prozent.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metallarbeitgeberverbände BayME und VBM: "Das vierte Quartal 2008 war für die bayerische M+E-Industrie ein rabenschwarzes Quartal. Aktuelle Berichte aus den Unternehmen lassen den Schluss zu, dass der Tiefpunkt bei den Auftragseingängen noch nicht erreicht ist. Die Auftragsflaute hält bislang auch im neuen Jahr an."

Die Produktion der bayerischen M+E-Betriebe ging im vierten Quartal 2008 mit minus 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ebenfalls stark zurück. Brossardt: "Die Produktion folgt mit einigen Monaten Abstand den Auftragseingängen. Wir müssen daher davon ausgehen, dass die bayerische M+E-Industrie ihre Produktion in den nächsten Monaten weiter einschränken wird." Das werde sich auch auf die Beschäftigung auswirken. "Die Firmen setzen derzeit alles daran, trotz schlechter Auftragslage möglichst viele Jobs zu halten, z. B. durch Kurzarbeit. Dennoch wird ein Verlust von Arbeitsplätzen in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie in den kommenden Monaten nicht zu vermeiden sein."

Dabei sei die Beschäftigung im vierten Quartal 2008 noch um zwei Prozent gestiegen. "Von Oktober bis Dezember ist allerdings ein klarer Abwärtstrend erkennbar", sagte Brossardt. Während die Beschäftigung im Oktober noch um 2,4 Prozent stieg, betrug der Zuwachs im November zwei Prozent und im Dezember nur noch 1,4 Prozent.