Bayerische M+E-Industrie weiter auf Talfahrt

Brossardt: "Auftragseingänge rückläufig, M+E-Produktion halbiert sich 2008"

(PresseBox) ( München, )
Die Lage der bayerischen M+E-Industrie hat sich in den letzten Monaten weiter spürbar verschlechtert. Im 3. Quartal 2008, also von Juli bis September, sanken die Auftragseingänge um 4,1 Prozent gegenüber dem 2. Quartal. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Ausland (-5,2 Prozent) wesentlich stärker zurück als die Auftragseingänge aus dem Inland (-2,6 Prozent). Im Oktober 2008 sanken die Auftragseingänge gegenüber September um weitere 1,3 Prozent, gegenüber Oktober 2007 reduzierten sich die Bestellungen sogar um zehn Prozent. Betroffen von den Rückgängen sind Unternehmen aus allen M+E-Branchen. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Metallarbeitgeberverbände BayME und VBM: "Mehr als 60 Prozent des Umsatzes macht die bayerische M+E-Industrie im Ausland. Von dem starken Rückgang der weltwirtschaftlichen Nachfrage sind heimischen M+E-Betriebe daher in besonderer Weise betroffen." Brossardt rechnet damit, dass sich der Auftragsrückgang im November und Dezember weiter fortgesetzt hat.

Die rückläufige Nachfrage schlägt sich inzwischen bei der Produktion nieder. Der Output der bayerischen M+E-Unternehmen hat im dritten Jahresviertel und auch im Oktober stagniert. Laut Brossardt werde die Produktion im November und Dezember erstmals seit langem wieder sinken. Brossardt: "Wir rechnen damit, dass sich das Produktionswachstum in der bayerischen M+E-Industrie in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr halbieren wird. Nach einem Produktionswachstum in 2007 in Höhe von 9,7 Prozent werden es in diesem Jahr nur noch gut fünf Prozent sein." Dabei sei der insgesamt noch ordentliche Wert für 2008 ausschließlich auf den sehr guten Verlauf des ersten Halbjahres zurück zu führen.

Für das Jahr 2009 rechnet der Hauptgeschäftsführer vorerst mit einer Fortsetzung des negativen Trends bei Produktion und Auftragseingang.

Die Beschäftigung in der bayerischen M+E-Industrie hat sich bis Oktober dagegen erstaunlich stabil gezeigt. Im dritten Quartal nahm die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sogar leicht um 0,2 Prozent zu. Auch im Oktober gab es nochmals ein knappes Plus von 0,1 Prozent. Brossardt: "Die Unternehmen versuchen derzeit, das Arbeitsvolumen über verschiedene personal-politische Maßnahmen an die sinkende Nachfrage anzupassen. Ein Personalabbau ist in den kommenden Monaten aber wohl unvermeidlich."
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.