Bayerische M+E-Industrie: Krankenstand 2009 erneut auf Rekordtief

Brossardt: "Anstrengungen nötig, um Fehlzeiten weiter niedrig zu halten"

(PresseBox) ( München, )
Der Krankenstand in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist 2009 gegenüber dem Vorjahr erneut zurückgegangen. Die Krankenstandsquote sank leicht von 3,9 im Jahr 2008 auf 3,8 Prozent. 2007 lag die Quote bei 4,0 Prozent, 2006 bei 4,2 Prozent. Damit befindet sich die Fehlzeitenquote auf dem tiefsten Stand seit der erstmaligen Erhebung durch die bayerischen Metallarbeitgeberverbände bayme vbm im Jahr 1997.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme vbm weist darauf hin, dass seit 2001 ein kontinuierlicher Abwärtstrend beim Krankenstand erkennbar ist. Es sieht dafür mehrere Ursachen. "Die Entwicklung zeigt das gestiegene Verantwortungsbewusstsein der Beschäftigten. Aber auch die Unternehmen haben durch hohe Investitionen in den Arbeitsschutz und durch Engagement im betrieblichen Gesundheitsmanagement dazu beigetragen, die Fehlzeiten zu verringern." Als Beispiele nannte der vbw Hauptgeschäftsführer das Angebot der Arbeitgeber an Gesundheitsworkshops, Rückenschulen und kostenlosen Grippeschutzimpfungen.

Darüber hinaus sind laut Brossardt Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur für den Trend zu niedrigen Krankenstandsquoten verantwortlich. "Der Anteil körperlich schwerer Tätigkeiten geht kontinuierlich zurück. Dies hat zwei Effekte: Einerseits sinkt die Zahl der Arbeitsunfälle. Zum anderen gibt es leichte Verletzungen, mit denen man körperliche Tätigkeiten nicht ausführen kann, Bürojobs dagegen aber durchaus."

Bemerkenswert ist aus Sicht Brossardts, dass unabhängig von Auf- und Abschwungphasen die Krankenstandsquoten kontinuierlich zurückgegangen sind. "In den Boomjahren 2007 und 2008 ist der Krankenstand ebenso gesunken wie im Krisenjahr 2009."

Der demografiebedingt steigende Anteil älterer Erwerbspersonen an den Belegschaften stellt laut Brossardt eine Herausforderung dar. "Es sind jetzt Anstrengungen von allen Beteiligten - von Unternehmen wie Beschäftigten - nötig, um den Krankenstand weiter so niedrig zu halten wie bisher."

Die Krankheitsquote von 3,8 Prozent bedeutet, dass 2009 jeder Arbeitnehmer im Schnitt an 9,6 Tagen, also fast zwei Wochen, fehlte. "Für die gesamte bayerische M+E-Industrie sind dadurch im letzten Jahr Kosten für Entgeltfortzahlungen in Höhe von knapp über einer Milliarde Euro entstanden", rechnet Brossardt vor.
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