Bayerische M+E Industrie: Hohe Direktinvestitionen im Ausland

Brossardt: „Branche hat China fest im Blick“

(PresseBox) ( München, )
Nach einer aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben tätigten 37 Prozent der Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Direktinvestitionen außerhalb der deutschen Grenzen. Zielregion war in den meisten Fällen Mittel- und Osteuropa. 48,9 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen investierten in dieser Region. Auf Platz zwei folgt mit 45,5 Prozent China. Mit einem Anteil von jeweils gut 28 Prozent teilen sich die klassischen Industrieregionen Westeuropa und USA Rang drei. 19 Prozent der Firmen engagierten sich in Asien (ohne China), 18 Prozent in Lateinamerika.

Im Hinblick auf zukünftige Investitionen haben sich die Präferenzen etwas verschoben. bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: "Die bayerische M+E Industrie hat China fest im Blick. 44,8 Prozent wollen 2014 und 2015 in diesem Land unternehmerisch tätig werden. Mittel- und Osteuropa fällt auf Rang zwei zurück. 40,2 Prozent planen, dort zu investieren. Die USA bleiben mit knapp 28 Prozent auf Platz drei." Westeuropa hat demgegenüber deutlich an Anziehungskraft verloren. "Nur noch 16 Prozent der befragten Unternehmen wollen sich hier engagieren", so Brossardt. In Asien (ohne China) und Lateinamerika wollen in Zukunft 24 bzw. 23 Prozent der bayerischen M+E Betriebe Investitionen tätigen.

Brossardt zu den Gründen dieser Entwicklung: "Zum einen wird die Nachfrage in den aufstrebenden Volkswirtschaften künftig stärker zunehmen als in den etablierten Industriestaaten. Deshalb drängen hiesige Unternehmen in die Emerging Markets. Zum anderen spielen Kostenargumente bei der Investitionsentscheidung eine gewichtige Rolle. Gerade die Arbeitskosten sind ein entscheidender Standortfaktor. Die elf Staaten mit den weltweit höchsten Arbeitskosten kommen aus Europa. Zudem sind die industriellen Arbeitskosten in den meisten europäischen Staaten in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als etwa in Japan oder in den USA."

In den letzten zwei Jahren haben die bayerischen M+E Betriebe meist bestehende Kapazitäten erweitert, wenn sie im Ausland investiert haben. 74,4 Prozent aller Engagements fielen in diese Kategorie. 36 Prozent der Direktinvestitionen sind als Standort-Neugründungen zu klassifizieren, jeweils knapp ein Fünftel entfallen auf Akquisen und Joint Ventures.
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