Nur 38 Prozent halten die Verschiebung der SEPA-Umsetzungsfrist gesamtwirtschaftlich für sinnvoll

Kurzumfrage untersucht wenige Monate vor der endgültigen Abschaltung der bestehenden Überweisungs- und Lastschriftverfahren die SEPA-Umsetzung in der Bundesrepublik Deutschland – erste Zwischenergebnisse liegen jetzt vor

(PresseBox) ( Regensburg, )
Mit einer noch laufenden Befragung untersucht gerade ibi research an der Universität Regensburg zusammen mit van den Berg und dem Bank-Verlag bereits zum vierten Mal den Status quo sowie den Fortschritt des Umstellungsprozesses auf die in 33 Ländern verbindlichen SEPA-Verfahren. Gerade jetzt, kurz nach dem eigentlichen Stichtag 1. Februar, ist es spannend, ob und wie Unternehmen aller Größenklassen sowie Behörden und Vereine die Umstellung vollzogen haben und ob es dabei Schwierigkeiten gab. Erste Ergebnisse liegen nun vor. Es zeigt sich, dass die meisten Unternehmen die SEPA-Umstellung rechtzeitig durchgeführt haben, einige reichen jedoch auch nach dem 1. Februar 2014 noch Überweisungen und Lastschriften im Altformat ein. Die Teilnahme an der Umfrage ist weiterhin unter www.sepa-wissen.de/umfrage möglich.

Der alarmierende Umsetzungsstand im SEPA-Raum war Anfang Januar für die EU-Kommission ausschlaggebend, die SEPA-Umstellungsfrist vom 1. Februar auf den 1. August 2014 zu verlängern. Aber: War diese Verschiebung für deutsche Organisationen wirklich nötig - oder war zu diesem Zeitpunkt die Umstellung schon ausgeführt? Für "Nachzügler" stellt sich nun die Frage, wie sie die Zeit bis August nutzen werden und welche Prioritäten sie in den nächsten Monaten setzen.

Dabei zeigt sich in den Zwischenergebnissen, dass 17 Prozent der Befragten mit der SEPA-Umstellung vor dem 1. Februar 2014 nicht fertig waren und die Zeit bis zur endgültigen Umstellung vor allem für die Einholung von restlichen Mandaten, Optimierung von Prozessen und Systemen und zum Testen nutzen werden.

Weiterhin halten laut den vorläufigen Ergebnissen 62 Prozent die Verschiebung der Umstellungsfrist gesamtwirtschaftlich nicht für sinnvoll. Hinsichtlich der Nutzung der alten Zahlungsformate reichen derzeit noch etwa 17 Prozent der Befragten die DTA-Überweisung und 16 Prozent die DTA-Lastschrift bei Banken ein.

Bei der Einführung der SEPA-Überweisung sind bei 70 Prozent der Befragten keine Fehler oder größere Probleme aufgetreten. Die restlichen 30 Prozent hatten oft Probleme bei der Konvertierung in IBAN und BIC. Bei der Einführung der SEPA-Lastschrift hat es deutlich mehr Schwierigkeiten gegeben. So hatten laut den vorläufigen Ergebnissen nur 47 Prozent der Organisationen keine Probleme bei der Einführung der SEPA-Lastschrift. Bei den restlichen 53 Prozent war, wie auch bei der Einführung der SEPA-Überweisung, vor allem die Konvertierung in IBAN und BIC problematisch. Zudem hatten viele der Befragten Schwierigkeiten mit der Einhaltung der Einreichungsfristen und mit den Rücklastschriften.

Nicht nur bei der Einführung, sondern auch beim aktuellen Umgang mit der SEPA-Lastschrift gibt es noch Verbesserungspotenzial. So zeigen die Vorab-Ergebnisse der aktuellen Umfrage, dass 10 Prozent der Befragten keine eindeutigen Mandatsreferenzen vergeben. Zudem haben 17 Prozent die Migration der gültigen Einzugsermächtigungen zu SEPA-Mandaten ihren Kunden nicht mitgeteilt. Ebenfalls 17 Prozent verwalten die Mandate nicht regelkonform. Nur 76 Prozent der befragten Organisationen kündigen die Zahlungen vorab an, und nur 52 Prozent berücksichtigen die Auswirkung von Rücklastschriften auf den Mandatszustand.

Wie haben Sie die SEPA-Umstellung erlebt? Helfen Sie uns mit Ihren Erfahrungen und nehmen Sie noch an der Umfrage teil, sofern noch nicht geschehen. Die Teilnahme an der Befragung ist weiterhin unter www.sepa-wissen.de/umfrage möglich. Die Studienergebnisse sind nach der Auswertung kostenlos erhältlich.
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