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Pressemitteilung BoxID: 238303 (Hutchison Drei Austria GmbH)
  • Hutchison Drei Austria GmbH
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  • 1210 Wien
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  • Ansprechpartner
  • Maritheres Paul
  • +43 (50) 660-33700

Terminierungsentgelte: Hutchison fordert konsequente Regulierung und fairen Wettbewerb

(PresseBox) (Wien , ) .
- Hutchison unterstützt Empfehlung der EU Kommission bezüglich Regulierung der Terminierungsentgelte
- Gemeinsamer Appell von neun Betreibern an EU Kommissionspräsident Barroso
- "Körberlgeld" für etablierte Betreiber muss endlich ein Ende haben
- Abschaffung der Terminierungsentgelte senkt Endkundenpreise

Terminierungsentgelte: Körberlgeld für etablierte Betreiber, Belastung für Endkunden

Aus aktuellem Anlass - eine Gruppe von neun internationalen Mobilfunkbetreibern, aktiv in 13 Ländern, (sog. "Challenger") setzen sich auf EU-Ebene gemeinsam für eine konsequente Absenkung der Terminierungsentgelte (TE) ein - fordert Hutchison 3G Austria zum wiederholten Mal eine faire Regelung im Bereich "Interconnection fees" (=Terminierungsentgelte).

Gemeinsamer Appell an EU-Kommissions-Präsident Barroso: "Wettbewerb möglich machen!"

Neun Mobilfunkbetreiber haben sich mit einem Brief* an EU-Kommissionspräsident Barroso gewandt, um gemeinsam an oberster Stelle für mehr Wettbewerb zu appellieren. "Faire regulatorische Rahmenbedingungen sind maßgeblich für einen kompetitiven, gesunden Markt und optimale Konditionen für die Endkunden," so der Tenor der CEOs von Wind, eplus, Hutchison, Bouygues Telecom, avea, tusmobil, Base, Play und P4.

Der Grund für den Appell an Barroso: Derzeit versuchen etablierte Mobilfunkplayer (sog. "Incumbents", das sind Betreiber, die sich schon länger am Markt befinden) den Entwurf der Empfehlung der EU-Kommission zur Regulierung der Terminierungsentgelte zu Fall zu bringen. Der Grund dafür: Diese Betreiber profitieren schon jahrelang von satten Übergewinnen und haben dieses "Körberlgeld" bereits fix einkalkuliert. "Die derzeitige Regulierung der Terminierungsentgelte unterbindet jeden effektiven Wettbewerb, denn zu hohe Terminierungsentgelte stellen das wesentlichste Wettbewerbsproblem in der gesamten Telekommunikationsbranche dar. Und der Endkunde wird durch höhere Preise belastet", weiß 3CEO Berthold Thoma. Durch hohe Terminierungsentgelte, die deutlich über den eigentlichen Kosten liegen, festigen die etablierten Mobilfunker, die durch einen früheren Eintritt in den Markt zum Teil signifikante Vorsprünge gegenüber jüngeren Betreibern haben, zusätzlich ihre bestimmende Position.

Die Diskussion um die Terminierungsentgelte ist nicht neu: Seit 2004 herrscht am österreichischen Markt Rechtsunsicherheit über die Höhe der Terminierungsentgelte. Schon im September 2007 hat Hutchison darauf aufmerksam gemacht und errechnet, dass für einzelne Betreiber zwischen 2004 und 2008 bis zu 300 Millionen EUR an ungerechtfertigten Übergewinnen möglich waren.

Ziel: "Terminierungsentgelte auf Null setzen"

Für die Jahre 2009 und 2010 rechnet man nach derzeitigem Stand als Kosten für die effiziente Leistungsbereitstellung ca. 2,70 Cent bzw. 2,0 Cent. Das Ziel formuliert Simone Keglovics, Director Legal & Regulatory Affairs bei Hutchison 3G Austria, so: "Sinnvoll wäre aus unserer Sicht, die Terminierungsentgelte möglichst schnell auf Null zu setzen. Das Terminierungsmonopol hätte dadurch ein Ende, man spart immense Transaktions- und Regulierungskosten. Und der Endkunde profitiert von zusätzlichen Preisvorteilen. Fairer Wettbewerb für alle Betreiber wäre endlich möglich."

Unter Zeitdruck: Empfehlung geplant für März/ April 2009

Die Zeit drängt: Denn die Empfehlung der EU-Kommission zur Regulierung der Terminierungsentgelte ist für März/ April 2009 geplant. Klar also, dass die Profiteure der aktuellen Regelung - die etablierten Betreiber - sich jetzt massiv und in konzertierten Lobbyingaktivitäten auf EU-Ebene dagegen wehren. "Gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit fragen wir uns, wie lange man eine Ausbeutung auf Kosten der Kunden noch rechtfertigen kann," meint Keglovics. "Jede weitere Verzögerung gefährdet die schnelle und konsequente Umsetzung auf nationaler Ebene!"

*Den Brief an EU Kommissionspräsident Barroso können Sie jederzeit bei Maritheres Paul (maritheres.paul@drei.com) anfordern.