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Pressemitteilung BoxID: 217742 (Hochschule Mittweida (FH) University of Applied Sciences Referat Forschung)
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Medienforum Mittweida: Medienbonbons, statt Kamelle

Der zweite Tag - Eine Zusammenfassung der Highlights

(PresseBox) (Mittweida, ) Von Jux und Dollerei kann in den traditionellen Plattenfirmen schon längst keine Rede mehr sein. Die CD-Verkäufe gehen seit Jahren massiv zurück. Schuld daran sind auch MySpace, YouTube und Co. Hitzig war die Diskussion über "Netlabels, Myspace und YouTube" auf dem Medienforum Mittweida. In den Netzwerken geht oft die Übersicht flöten, bei der Masse des Angebots. Aber für die "Werbung sind sie eine absolute Goldgrube, nur aus musiktechnischer Sicht kann man es vergessen," so Alexander Büttner, Chef des Labels "Pablizity". Auch weil oft die Qualität der angebotenen Musik sehr schlecht ist. Doch manchmal, so Jörg Evers, "geht es nicht nur um kHz-Zahlen, sondern um das Feeling und die Leidenschaft der Musik." Trotzdem, der Grundgedanke auf dem Podium unter den Teilnehmern war, dass sich andere Formen des Vertriebs von Musik durchsetzen werden. So sagte Frank Wilkat treffend: "Ich glaube CDs und Platten werden etwas für Liebhaber, für die große Masse wird Musik nicht mehr körperlich."

"Alle haben ein Datensicherheitsproblem", stellt Constanze Kurz früh in der Diskussion "Verzeichnis transparenter Nutzer" fest. Die Diskussion drehte sich schnell um das Thema StudiVZ, für das der Jugendschutzbeauftragte Philippe Gröschel das Podium besetzte. Außer-dem dabei Angelika Pelz vom Verein "Deutschland sicher im Netz". Kontrovers und mit vielen Wortmeldungen aus dem Publium diskutierten die Anwesenden die Durchschaubarkeit und Sicherheit von sozialen Netzwerken. So erläuterte Philippe Gröschel: "Der Klarname der User ist ein riesiger Pluspunkt für deren Datensicherheit." Gegen den Vorwurf, der Besitzer von StudiVZ, der Verlag Holtzbrinck, habe das Ziel, die personenbezogenen Daten zu verkaufen, wehrte er sich vehement. Der Zweck von Social Networks ist "faktisch Werbung."

Den Wandel von Medien und Nutzern stellte Ronny Winkler von "Radio BOB!" in seinem Vortrag über das Hörfunkprojekt heraus - "Wir erleben ihn täglich." Seit heute besteht "Radio BOB!" genau hundert Tage. Aus diesem Anlass verkündete der Radiomacher beim Medienforum, dass sie nun auch eine Community eröffnen. Der Grund, warum andere Radioprogramme mit ihren Internetpräsenzen Probleme haben, ist schnell geklärt. Nach Winklers Auffassung wirken normale Radio-Webseiten nur über Comedy, Gewinnspiele und Partybilder - "Schnittenbilder funktionieren immer." Kaum ein Programm fasst den Hörer als Programmgestalter auf.

Wir weisen Sie noch einmal darauf hin, dass morgen der Schirmherr Helmut Thoma mit wichtigen Referenten aus der Fernsehbranche über den "Tod der Fernsehkultur" diskutieren wird. Die Veranstaltung soll aus aktuellem Anlass den krönenden Abschluss des dreitägigen Fachkongresses in Mittweida bilden. Das Panel findet von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr im Studio B der Hochschule statt.

Die Referenten standen nach den Vorträgen und Diskussionen für Interviews der Hochschulmedien bereit. Ob als Video, Audio oder in schriftlicher Form, die wichtigsten Aussagen der Referenten erhalten Sie auf unserem Blog oder auf www.medien-mittweida.de. Dort finden Sie ebenfalls Hintergründe, Kommentare und Interviews in unserer Live-Zeitung zum Forum.

Allgemeine Informationen, wie Fotos vom Tag, Referenteninformationen und das weitere Programm, finden Sie auf unserer Internetseite www.medienforum-mittweida.de.

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