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Pressemitteilung BoxID: 253391 (Hochschule Harz (FH))
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Großes Interesse an Sondervorlesung zur internationalen Finanzkrise

Auftaktveranstaltung der GenerationenHochschule aktuell

(PresseBox) (Wernigerode, ) Die aktuelle Entwicklung der Weltwirtschaft bestimmt die täglichen Nachrichten und beschäftigt jeden Einzelnen. So ist es wenig verwunderlich, dass die speziell auf dieses brisante Thema zugeschnittene, kurzfristig ermöglichte Sondervorlesung der GenerationenHochschule auf dem Wernigeröder Campus einen Ansturm auslöste. Über 280 Teilnehmer kamen am Dienstag, den 31. März 2009, ins AudiMax, um von einem ausgewiesenen Experten mehr über die Hintergründe der Finanzkrise zu erfahren und ihm Zukunftsprognosen zu entlocken. "Unser heutiger Dozent Niels Olaf Angermüller ist seit dem vergangenen Jahr Professor für Finanzmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und man kann sagen, dass die Hochschule Harz bei seiner Berufung fast schon prophetisch gehandelt hat, denn seine Doktorarbeit aus dem Jahr 2002 trägt den Titel 'Internationale Finanzmärkte und Finanzmarktkrisen' - und wurde an der Universität Göttingen 'mit Auszeichnung' bewertet", so Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann zur Begrüßung. Angesichts der seit Tagen ausgebuchten Veranstaltung konnte der Hochschul-Rektor zugleich verkünden, dass sich Professor Angermüller bereit erklärt hat, diese öffentliche Vorlesung zur Finanzkrise demnächst noch einmal zu wiederholen.

Prof. Dr. Angermüller eröffnete seinen Vortrag mit dem Rückblick auf vergangene Wirtschaftskrisen und zeigte Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur heutigen Situation auf. Souverän und eloquent überzeugte er sein Publikum, dass durch wichtige Schritte wie die Rettung systemrelevanter Banken und koordiniertes internationales Vorgehen aus seiner Sicht keine Wiederholung der Ereignisse von 1929 in Sicht ist. Der Finanzexperte erklärte anschaulich, wie es zur heutigen Krise kam, indem er die Situation auf verschiedenen Immobilienmärkten und das Entstehen - und Zerfallen - von Preisblasen sowie die Rolle der Finanzmärkte erläuterte. Besonders interessiert verfolgten die Hörer, zu denen diesmal auch viele Studierende gehörten, seine Ausführungen zu der zukünftigen Entwicklung der Krise. "Ich bin nicht der Meinung, dass es zu einem Totalzusammenbruch kommen wird", so Angermüller, "es existieren weiterhin menschliche Bedürfnisse und der Kapitalstock sowie das Fachwissen einer Volkswirtschaft verschwinden nicht einfach. Übertriebener Pessimismus ist nicht angebracht, man kann eine Verschärfung der Krise auch herbei reden." Allerdings glaubt der international tätige Experte, dass uns die aktuellen Geschehnisse noch etwa zwei Jahre in Atem halten werden. Ausdrücklich warnte er vor der falschen Besetzung von Aufsichtsgremien durch teils unkundige Politiker und überforderte Unternehmer - und vor zu hohen Staatshilfen: "Diese gefährden die Zahlungsfähigkeit der Republik, schränken den Handlungsspielraum auf viele Jahre stark ein und schaden besonders den Schwächeren. Oftmals sind Konjunkturhilfen ökonomische Strohfeuer für die nachfolgende Generationen lange zahlen müssen."

Die nächste reguläre Vorlesung der GenerationenHochschule findet bereits am Dienstag, den 7. April 2009, ab 17 Uhr im AudiMax der "Papierfabrik" statt. Synchron zur derzeit gezeigten Ausstellung in der Rektoratsvilla wird Dr. Elke Stolze vom Verein FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. aus Halle zum Thema "... Sobald die Studentin Einzug halte... - Zur Geschichte des Frauenstudiums an der Universität Halle" sprechen. Für eine Teilnahme an den Veranstaltungen der GenerationenHochschule ist eine Registrierung zu jeder einzelnen Vorlesung unter www.generationenhochschule.de notwendig.