Auftakt-Veranstaltung zum Forschungsprojekt HOPE an der Hochschule Harz

Fachbereich Automatisierung und Informatik am Standort Wernigerode

(PresseBox) ( Wernigerode, )
Am Mittwoch, dem 20. April 2011, trafen sich Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zur Kick-off-Veranstaltung des innovativen Verbundprojektes "Komponenten für Hochgeschwindigkeitsnetze mit optischen Polymerfasern" (kurz: HOPE) auf dem Wernigeröder Hochschulcampus. In dem dreijährigen Vorhaben forscht unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert, Professor für Kommunikationstechnik am Fachbereich Automatisierung und Informatik, ein elfköpfiges Team der Hochschule Harz und der Technischen Universität (TU) Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig. Zusammen streben sie eine vielfache Erhöhung der Datenrate und eine deutliche Verbesserung der Reichweite von polymeroptischen Fasern (POF) an. Neue Anwendungsbereiche für die Polymerfasertechnik können eröffnet und ein Innovationsmotor für die Harzregion geschaffen werden.

Begrüßt wurden die Gäste der Veranstaltung von Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann. "Wir gehören zu den ersten Forschungseinrichtungen deutschlandweit, welche Mittel für ein Forschungsprojekt aus dem Förderprogramm zur 'Validierung des Innovationspotentials wissenschaftlicher Forschung' des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhalten haben", sagte Willingmann. "Ich freue mich sehr, dass auf diese Weise die Hochschule Harz und die TU Braunschweig gemeinsame Wege beschreiten und die Forschung im Bereich POF vorantreiben." Heike Brehmer, MdB, schloss sich in ihrem Grußwort den Ausführungen des Rektors an und sprach aus Sicht des Bundes über das Potenzial der angewandten POF-Forschung. "Die globale Welt erfordert mehr und mehr, dass wir zukunftsgewandt in Wissenschaft und Forschung investieren. Daher macht es mich stolz, dass die Fördermaßnahmen des Bundes bei einem bedeutenden Projekt wie HOPE Verwendung finden", so die Bundestagsabgeordnete. "Damit werden die wissenschaftlichen Arbeiten der beiden Forschungseinrichtungen gewürdigt."

Gesamtprojektleiter Fischer-Hirchert gab einen inhaltlichen Überblick zum zukunftsorientierten Projekt. "Die Datenübertragung mittels POF ist wesentlich flexibler und günstiger im Vergleich zu Glasfaserkabeln. POF eignen sich daher gut für den breiten Einsatz in kleinen Unternehmen und bei privaten Anwendern. Jedoch haben die Fasern momentan nur niedrige Übertragungsraten und ungenügende Reichweiten", erklärte der Experte. Die Hochschule Harz konnte allerdings zeigen, dass mit POF durchaus die erforderlichen Leistungen zu erbringen sind, wenn innovative optische Komponenten bei der Signalübertragung eingesetzt werden. "Datenraten im Bereich größer 10 Gbit/s sind realisierbar", betonte Fischer-Hirchert. Gleichzeitig wurden an der TU Braunschweig optische Faserverstärker zur deutlichen Erhöhung der Reichweite von Datenübertragungssystemen mittels POF erforscht. "Bei erfolgreicher Validierung des Gesamtsystems eröffnen sich zahlreiche neue Anwendungsbereiche auf Basis kostengünstiger, schneller und robuster POF-Datenübertragungssysteme", schloss Fischer-Hirchert.

Innovationsmentor Prof. Burghard Scheel, Kuratoriumsvorsitzender des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung in Magdeburg und Honorarprofessor an der Hochschule Harz, sprach abschließend zu den wirtschaftlichen Chancen der POF-Technologie für die Harzregion: "Die Idee HOPE hat mich von Anfang an überzeugt. Prof. Dr. Fischer-Hirchert und sein Team haben eine verantwortungsvolle Vorreiterrolle in diesem Wissenschaftszweig übernommen. Sie setzen einen Blickpunkt auf den Standort Wernigerode. Wesentlich ist nun die Einbindung regionaler und überregionaler Unternehmen als Projektpartner. Nur wenn auch die Wirtschaftsexperten begeistert werden, kann das Projekt in drei Jahren die gewünschten Erfolge erzielen."

Das Forscherteam um Fischer-Hirchert legt mit dem Verbundprojekt HOPE den Grundstein für das "Anwendungszentrum für photonische Polymerfaser Technologie Harz". Auch gehen die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Lehre am Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz ein, wodurch zugleich die Studierenden profitieren.
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