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Pressemitteilung BoxID: 863321 (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg)
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"Akzeptanz ist der Dreh- und Angelpunkt der Energiewende"

Großprojekt Norddeutsche EnergieWende 4.0 startet Maßnahmen zur Akzeptanzförderung

(PresseBox) (Hamburg, ) „Zeit, dass sich was dreht“: Mit diesem Appell richtet sich das Verbundprojekt Norddeutsche Energiewende 4.0 (NEW 4.0) erstmals an die Öffentlichkeit. Die bildstarke Plakatkampagne ist der Auftakt für umfangreiche Kommunikationsmaßnahmen, die die öffentliche Akzeptanz für das Projekt fördern sollen.

Auf rund 150 Großplakaten im 18/1-Format sowie 60 beleuchteten Megalight-Flächen wirbt NEW 4.0 seit dem 18. Juli in Norddeutschland für ein ambitioniertes Ziel: Das Projekt will den Entwicklungspfad legen, um Hamburg und Schleswig-Holstein schon bis 2035 zu 100% mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Das  zugehörige Plakatmotiv wurde von Studierenden der HAW Hamburg entworfen und sorgt schon deshalb für Aufmerksamkeit, weil es auf dem Kopf steht: Es zeigt einen Mann, der in wetterfester Kleidung am Nordseestrand liegt – allerdings verkehrtherum, passend zum Slogan „Zeit, dass sich was dreht“.

Die Botschaft ist klar: Soll die Energiewende gelingen und damit wirksamer Klimaschutz betrieben werden, ist auch im Norden ein Umdenken erforderlich. Wie der Weg zum Energiesystem der Zukunft ganz konkret aussehen kann, will das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt NEW 4.0 durch ein Zusammenwirken von rund 60 Partnern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erarbeiten. Zu diesem Zweck werden während der vierjährigen Projektlaufzeit nicht nur technologische Innovationen und neue Marktplattformen erprobt, sondern auch erforscht, wie eine möglichst hohe gesellschaftliche Akzeptanz für das Projekt und seine Ziele erreicht werden kann.

„Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern ist einer der Dreh- und Angelpunkte für den Erfolg der Energiewende. NEW 4.0 wird deshalb bis 2020 mit allen Mitteln moderner Kommunikation tief in die Region hineintragen, welchen Nutzen ein jeder – gleich ob Unternehmen oder Privatverbraucher – von der Energiewende letztlich hat“, erläutert Prof. Dr. Werner Beba, NEW 4.0-Koordinator, Projektleiter und Sprecher des Konsortiums.

Um dieses Anliegen zu vermitteln, wird während der vierjährigen Projektlautzeit eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Damit soll die Bevölkerung möglichst transparent über die Ziele und den Projektfortschritt von NEW 4.0 informiert werden. Eines der Kernelemente ist hierbei die Ausrichtung einer Roadshow: Ab Jahresende wird sie durch den Norden touren und bis 2020 an rund 60 Orten in Schleswig-Holstein und Hamburg Station machen. Auf diese Weise will NEW 4.0 die norddeutschen Bürgerinnen und Bürger direkt bei sich vor Ort dazu einladen, das Projekt besser kennenzulernen. Beba: „Wir werden die Energiewende zum Anfassen präsentieren.“

Begleitet werden die akzeptanzfördernden Maßnahmen durch eine sozialwissenschaftliche Studie: Basierend auf etablierten Forschungskonzepten der Akzeptanzforschung soll in drei Umfragewellen erhoben werden, welche Wirkungsfaktoren die Akzeptanz von Bürgerinnen und Bürgern für den Ausbau eines zukunftsfähigen Energiesystems, wie er im Rahmen von NEW 4.0 stattfindet, positiv beeinflussen. Erste Zwischenergebnisse sind im Herbst dieses Jahres zu erwarten.

Über NEW 4.0

Unter dem Titel NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende 4.0 hat sich in Hamburg und Schleswig-Holstein eine einzigartige Projektinitiative aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gebildet, die in einem länderübergreifenden Großprojekt eine nachhaltige Energieversorgung realisieren und zugleich die Zukunftsfähigkeit der Region stärken will. Rund 60 Partner bilden eine wirkungsvolle „Innovationsallianz“ für das Jahrhundertprojekt Energiewende mit gebündeltem Know-how, unterstützt von den Landesregierungen beider Bundesländer. Gemeinsam legen sie den Entwicklungspfad zu dem Ziel, die Gesamtregion bis 2035 zu 100 Prozent mit regenerativem Strom zu versorgen – versorgungssicher, kostengünstig, gesellschaftlich akzeptiert und mit wesentlichen CO2-Einsparungen. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „Schaufenster Intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ mit rund 46 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Weitere 60-80 Millionen Euro investieren die beteiligten Unternehmen.

Für die Projektsteuerung von NEW 4.0 ist ein sechsköpfiges Führungsgremium aus Wirtschaft und Forschung zuständig: Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender HanseWerk AG sowie Vorstand Schleswig-Holstein Netz AG, Dr. Martin Grundmann, Geschäftsführer ARGE Netz, in der rund 300 Unternehmen mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien gebündelt sind, Dr. Oliver Weinmann, Geschäftsführer Vattenfall Europe Innovation GmbH, Michael Westhagemann, Vorsitzender Industrieverband Hamburg, Dr. Christian Schneller, Leiter Recht TenneT Holding sowie Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des Competence Centers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) an der HAW Hamburg. Er ist zugleich Sprecher der Projektsteuerungsgruppe und Koordinator von NEW 4.0. 

www.new4-0.de
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