Die Zukunft im Auto gehört FlexRay

(PresseBox) ( Esslingen, )
Die Elektronik in Automobilen wird immer komplexer. Verschiedenste Elektronikkomponenten müssen daher über so genannte Datenbusse (wie bei Computersystemen) Informationen austauschen. Die neueste Entwicklung auf dem Gebiet Datenkommunikation im Fahrzeug heißt FlexRay.
Das Thema FlexRay wurde von der Hochschule Esslingen am Standort Göppingen aufgegriffen und am Freitag, den 11. Mai zum ersten Mal ein Treffen von Experten aus Industrie und Hochschule organisiert, um in diesem Kreis die Anforderung der FlexRay-Technologie in Anwendung und Studium zu diskutieren.

Nur wenn es nicht mehr funktioniert, wird es ärgerlich. Ohne Nachzudenken klickt der Autofahrer heutzutage auf seinen Autoschlüssel, die Entriegelungsautomatik wird ausgelöst, er steigt ein und fährt los. Je nach Fahrweise oder Befehlen werden bestimmte Impulse ausgelöst, z. B. ABS-System, Scheibenwischer, Airbag, ESP, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, Regen- und Rückfahrsensoren, Klimaanlage usw. Alle diese Systeme müssen miteinander „reden“. Inzwischen sind zum Teil mehr als 50 elektronische Steuerungsgeräte in einem Auto verbaut. Hier setzt die Entwicklung von FlexRay ein. „Immer mehr Daten pro Zeit werden ausgetauscht. Die Datenmenge steigt drastisch an, deshalb wurde ab 2000 eine neue Technologie entwickelt, die die drei Standardkommunikationssysteme im Fahrzeug CAN, LIN und MOST in naher Zukunft teilweise ablösen oder aber stark ergänzen wird“, so Prof. Dr.-Ing. Heinz Osterwinter, Mitorganisator des 1. FlexRay-Hochschultages an der Hochschule Esslingen in Göppingen.

Rund 100 Experten aus Industrie und Hochschule trafen sich an diesem Tag, um die Entwicklung von FlexRay und ihre Anwendung zu diskutieren. „Für uns ist es wichtig, moderne Entwicklungen zu verfolgen. Dadurch bieten wir unseren Studierenden einen Wissensvorsprung durch neue Technologien, da sie sich von Anfang an mit den neuen Bussystemen beschäftigen“, so Osterwinter.

BMW, DaimlerChrysler, Motorola und Philips sind Vorreiter und Initiatoren des FlexRay-Bussystems. FlexRay ist ein Kunstwort und steht für flexible Strahlen. Es soll die erhöhten Anforderungen zukünftiger Vernetzung im Fahrzeug erfüllen. Gerade die höhere Datenrate, welche durch immer mehr Fahrerassistenzsysteme im Bereich Antrieb und Fahrwerk notwendig sind, machen eine neue Technologie notwendig. Der erste Serieneinsatz im Automobil erfolgte erstmalig im BMW X5 2006. Dieses Fahrzeug mit umfangreicher Messausstattung konnte dann auch von den Teilnehmern als eines der Highlights im Hof der Hochschule live in Augenschein genommen werden.

Neben dem hochkarätigen Vortragsprogramm bot eine Ausstellung den Teilnehmern vielseitige Möglichkeiten des Informationsaustausches. Claas Bracklo von BMW, der die Einführungsrede hielt, ist Mitinitiator von FlexRay im im FlexRay-Konsortium. Er sieht durch den Einsatz von FlexRay die Möglichkeit gegeben, dass in Fahrzeugen neue mechatronische Funktionen möglich werden. Zukünftig seien auch x-by-wire Funktionen denkbar. Bracklo sagte, dass das Bussystem FlexRay ähnlich wie CAN vor 20 Jahren seinen Siegeszug in die Fahrzeuge halten werde. Zurzeit sind die Wachstumsraten im Bereich FlexRay schon so groß, dass es einen Mangel an gut ausgebildeten Spezialisten gibt. Hier kann die in Göppingen angefachte Diskussion zwischen Hochschulen und Industrie sicherlich für die Zukunft richtungweisende Impulse geben.

Zum Abschluss der Veranstaltung waren sich daher auch viele Teilnehmer einig darüber, dass es weitere Veranstaltungen dieser Art geben soll. Die Veranstalter werten dies als ein Zeichen dafür, dass der erste FlexRay-Hochschultag ein gelungener Event war.
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